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In den vergangenen Tagen sind etwa 100 „Pro-Palästinenser“ Aktivisten aus verschiedenen Ländern in Jordanien angekommen – auf einer weiteren Anti-Israel Mission.

Diese Aktivisten kommen nicht etwa nach Jordanien, um:

  • Tausende Syrer und Palästinenser zu besuchen oder ihnen zu helfen, die unter erbärmlichen Bedingungen entlang der jordanisch-syrischen Grenze festgehalten werden.
  • Informationen über die täglichen Massaker im benachbarten Syrien zu erhalten. Hätten sie das wirklich gewollt, hätten die „Pro-Palästinenser“ Dutzende Syrer und Palästinenser interviewen können, die vor der Gewalt und dem Blutvergiessen aus Syrien geflüchtet sind und sie hätten entsetzliche Berichte darüber hören können, wie sowohl die syrische Armee und die „Revolutionäre“ unschuldige Menschen, darunter Frauen und Kinder, abgeschlachtet haben.
  • gegen die offizielle Politik der Diskriminierung des Königreiches gegen Palästinenser zu protestieren – dieses Angelegenheit hat nicht nur die scharfe Kritik von Palästinensern auf sich gezogen, sondern auch von Seiten einiger Jordanier.
  • gegen den jüngsten Regierungsentscheid zu demonstrieren, der den Medien massive Beschränkungen auferlegen will.
  • von den harten Bedingungen für Palästinenser zu erfahren, die in einer Reihe von Flüchtlingslagern in Jordanien leben.
  • gegen den Entscheid der jordanischen Regierung zu protestieren, Zehntausenden Palästinensern die jordanische Staatsbürgerschaft zu entziehen.
  • zu erfahren, wie Tausende Palästinenser in den letzten Jahren aus dem Irak und anderen arabischen Staaten ausgewiesen worden sind.
  • das Frauenrecht unter der Hamas im Gazastreifen zu fördern.
  • gegen das scharfe Vorgehen der Palästinensischen Autonomiebehörde PA gegen Journalisten und Blogger zu protestieren.

Diese Aktivisten sind nicht nach Jordanien gekommen, weil sie einen Besuch im Libanon geplant hatten, um mit eigenen Augen zu sehen, wie dort Palästinenser Apartheids-Bestimmungen unterliegen, die sie daran hindern, in vielen Berufsfeldern zu arbeiten. Stattdessen haben sie Hunderttausende Dollars für eine Mission ausgegeben, deren einziger Zweck darin besteht, Israel zu provozieren und Palästinensern nicht zu helfen.

Die Aktivisten waren Teil der Welcome to Palestine – Kampagne, die das „Rückkehrrecht“ für Millionen von Palästinensern in ihre ehemaligen Dörfer und Städte fordert, die innerhalb Israels liegen.

Sie kamen nach Jordanien in dem Wissen, dass Israel ihnen den Grenzübertritt an der Allenby Bridge ins Westjordanland nicht gestatten würde. Doch sie entschieden sich dafür, ihren Trip fortzusetzen, sodass sie später Israel beschuldigen könnten, sie daran zu hindern, ihre Solidarität mit den Palästinensern zu bekunden.

Die Organisatoren dieser Anti-Israel Kampagne sagen, dass sie lediglich hofften, Schulmaterialien für palästinensische Kinder spenden zu können. Wer hat je behauptet, dass palästinensischen Kindern im Westjordanland Schultaschen und Stifte fehlen? Sogar die PA und UNRWA beklagen keine Engpässe.

Wieder einmal wurden Amerikaner und Europäer entlarvt, die behaupten pro-palästinensisch zu sein, wenn sie in Wirklichkeit Israel-Hasser sind. Es scheint, dass diese Aktivisten ausschliesslich mit Israel ein Problem haben. Das palästinensische Thema ist für sie nur ein Vehikel, um ihren Hass gegen Israel – und höchstwahrscheinlich gegen alle Juden – auszukotzen. Sie sind die recycelten Antisemiten deiner Grossmutter.

Palästinensische Führer wie Mahmud Abbas und Salam Fayyad sind für die meisten dieser internationalen Aktivisten „Verräter“, Verräter, weil sie sagen, dass sie an die Zwei-Staaten-Lösung glauben und Sicherheitskooperationen mit Israel durchführen.

Diese Aktivisten befinden sich auf der Seite der Radikalen im palästinensischen Lager. Sie stehen der Hamas und dem Islamischen Dschihad näher, als den gemässigten Arabern und Muslimen. Palästinenser wollen keine Unterstützung von Leuten aus dem Westen, die vorgeben, palästinensischer zu sein, als Palästinenser selber.

Palästinenser brauchen die Unterstützung von Menschen, die Demokratie, Mässigung, Verantwortlichkeit und Ko-Existenz mit Israel fördern. Es ist an der Zeit, dass die „Pro-Palästinenser“ Aktivisten die Palästinenser in Ruhe lassen und sich ein anderes Anliegen suchen, um ihre Botschaft des Hasses und der Gewalt voranzubringen.

Originalversion: The „Pro-Palestinians“ by Hisham Jarallah © Gatestone Institute, August 28, 2012.