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Die Sendung „60 Minuten“ des amerikanischen Senders CBS erntete heftige Kritik für ihren einseitigen Bericht über den Umgang Israels mit palästinensischen Christen. Zu Recht hat Alana Goodman in ihrem Beitrag festgestellt, dass die Grundannahme dieser Sendung, dass nämlich die Routine-Sicherheitsvorkehrungen seitens der israelischen Streitkräfte zum Rückgang der christlichen Bevölkerung im Westjordanland geführt habe, absurd ist. Warum sollten israelische Massnahmen Einfluss auf den Rückgang der Anzahl Christen haben, aber nicht auf das rapide Wachstum der muslimischen Bevölkerung? Nur die Entschlossenheit, Israel für alles verantwortlich zu machen, konnte das Team von „60 Minuten veranlasst haben, die offensichtliche Erklärung zu meiden: der Aufstieg des militanten Islam in traditionell christlichen Hochburgen hat viele Christen allmählich gezwungen, aus dem Land zu fliehen.

Israel bleibt das einzige Land im Nahen Osten, in dem die Rechte der – wachsenden – christlichen Minderheit respektiert werden.

Doch diesen Rufmord zurückzuweisen verlangt mehr Hintergrund als nur ein Faktencheck zum Westjordanland. Das Gatestone Institute hat einen wichtigen monatlichen Online-Bericht über die muslimische Verfolgung von Christen in ganz Asien und Afrika veröffentlicht und es ist erschreckend diesen zu lesen. Selbst eine kurze Zusammenfassung der Litanei des Schreckens, welche Christen durch Muslime erfahren, relativieren die lächerlichen Anschuldigungen gegen Israel.

  • In Aserbaidschan, Indonesien, Kenia, Nigeria, dem Sudan und Tunesien gab es Anschläge auf Kirchen.
  • In Algerien, Bangladesch, Ägypten, dem Iran und Pakistan wurden Christen wegen „Blasphemie“ und Abfall vom Glauben mit dem Tod bedroht. Gleichzeitig haben muslimische Terroristen christliche Pastoren auf den Philippinen bedroht.
  • Unter der Kategorie „Dhimmi“ diskutiert der Bericht den „allgemeinen Missbrauch, die Erniedrigung und Unterdrückung von Nicht-Muslimen als geduldete Bürger“. Solche Vorfälle wurden in Ägypten, Indien, dem Iran, Pakistan, Syrien, Tunesien und der Türkei festgehalten.

Das weit verbreitete Ausmaß von Vorfällen der Verfolgung in der gesamten muslimischen Welt sollte die Christen im Westen alarmieren. Doch aus unerklärlichen Gründen geschieht das nicht. Die Palästinenser, deren Ziel die Auslöschung des einzigen jüdischen Staates der Welt ist, scheinen in Europa und Amerika mehr Mitgefühl zu generieren, als die bedrängten Christen der Dritten Welt.

All das geschah allein im April dieses Jahres.

Diejenigen, die behaupten, sich um Menschenrechte zu sorgen, untergraben ihre bereits wackelige Glaubwürdigkeit, wenn sie die weit größeren Vorfälle der Misshandlungen von Christen durch Araber und Muslime ignorieren, während sie die Delegitimierung der einzigen Demokratie des Nahen Ostens sowie des einzigen Landes der Region, das Christen beschützt, unterstützen.

Originalversion: Who’s Really Persecuting Christians? by Jonathan Tobin © The Commentary Magazine, 18.05.2012. Deutsche Übersetzung von Heplev – abseits vom mainstream

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