Israel unterstützt zivile Bauprojekte im Gazastreifen

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Gaza Statistik 2011

Jerusalem, 23. Juni – Israel hat die Lieferung von Baumaterialien im Wert von $100 Millionen in den Gazastreifen genehmigt, die für den Bau von 1.200 Wohneinheiten und 18 Schulen benötigt werden. Die Aktion wurde von den Vereinten Nationen (UN) initiiert.

„Ich begrüsse diesen wichtigen Schritt“, sagte der Nahost-Gesandte der UN, Robert Serry.

Major Guy Inbar, Sprecher der Abteilung des israelischen Verteidigungsministeriums, die Israels Aktivitäten mit Gaza und dem Westjordanland koordiniert, sagte, das Projekt würde von den für die Palästinenser zuständigen UN-Behörden abgewickelt.

Israel transportiert alle zwei Wochen etwa 50.000 Tonnen nach Gaza. Es hat nicht nur die Einfuhr von Baumaterialien nach Gaza erhöht, sondern seit Beginn dieses Jahres ausserdem 1.500 Bewerbungen von Bewohnern des Gazastreifens für Gesundheitsversorgung in Israel erhalten. Im April waren 80 Prozent der Bewerbungen angenommen worden.

Der Grenzübergang bei Rafah an Gazas Grenze zu Ägypten wurde vor einem Monat von den Ägyptern geöffnet. Er ist seitdem jedoch wegen Sicherheitsbedenken zeitweise wieder geschlossen worden. Es wurde von mehreren Seiten berichtet, dass die Hamas über die Grenzübergänge sowie über den Seeweg geschmuggelte Waffen, darunter hochentwickelte Artillerie und Geschosse aus dem Iran, erhält.

2011: Bisher 332 Raketen- und Granaten-Angriffe aus Gaza (2010: 238)

In der Nacht zum Dienstag feuerten Terroristen zwei Qassam-Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel ab. Als Reaktion darauf nahm Israel einen Schmugglertunnel unter Beschuss, durch den Waffenlieferungen und Terroristen in den Gazastreifen gelangen. Die israelische Luftwaffe meldete einen direkten Treffer.

Nach der Öffnung des Grenzübergangs bei Rafah lehnte Hamas die Präsenz internationaler Beobachter an dem Übergang ab. Dutzende von Palästinensern stürmten Rafah Anfang Juni, nachdem Ägypten den Übergang erneut für einige Stunden geschlossen hatte.

Die EU und die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) unterzeichneten 2005 ein Abkommen, das die Präsenz internationaler Beobachter vorsieht an dem Grenzübergang vorsieht. Das Abkommen wurde nicht eingehalten, seitdem die Hamas 2007 die Kontrolle über den Gazastreifen übernahm.

IRK: Keine humanitäre Krise

Mathild Redmatn, stellvertretende Direktorin des Roten Kreuzes in Gaza, sagte, die Situation in Gaza sei sehr “normal”, trotz der intensiven medialen Aufmerksamkeit.
„Es gibt keine humanitäre Krise in Gaza“, sagte Redmatn.

„Israel hat das Recht, seine Zivilbevölkerung zu schützen“, fügte sie hinzu.
Im Juni 2007 eroberte die Hamas – unterstützt vom Iran – den Gazastreifen in einem gewaltsamen Putsch, der Hunderten das Leben kostete. Die Hamas, die vom US-Aussenministerium als Terrororganisation gelistet wird und offen die Vernichtung Israels fordert, hat seit ihrer Machtübernahme Tausende von Raketen auf Israel abgeschossen.

 

Quelle: The Israel Project, 23. Juni 2011