Samstag, 19.April 2014
  • Palästina

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    Sieben Fragen zum Friedensprozess

    von Rick Richman

    Warum müssen Menschen bezahlt werden – in Form von Bargeld, Gefangenen, Baustopps etc. – um überzeugt zu werden, zu den Verhandlungen für ihren eigenen Staat zu erscheinen? Weshalb müssen Menschen, die ein formelles Abkommen unterzeichnet und sich dazu verpflichtet haben, „keinerlei Schritte“ ausserhalb der bilateralen Verhandlungen zu unternehmen, um den Status der umstrittenen Gebiete zu verändern, bezahlt werden, damit sie sich an das Abkommen halten? Warum haben Menschen, denen im letzten Jahrzehnt bereits drei Mal […]

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    Zwischen allen Stühlen/Mauern und Betonblöcken

    von Ulrich W. Sahm

    Der Besuch in Ramallah oder Bethlehem beginnt fast unweigerlich beim israelischen Checkpoint an der 8 Meter hohen Mauer. Es gibt jedoch auch Schleichwege. „Machsom 300“ (am Rachelsgrab) heisst der gepflegte Übergang nach Bethlehem. „Kalandia“, der „Eingang“ von Ramallah, ist ein stinkendes Chaos aus Bauschutt, Müll, verbrannten Reifen, aufdringlichen fliegenden Händlern und Bettlern, die wartende Autofahrer penetrant belästigen. Hier kann man auch frische Tauben und Hühnchen im Käfig kaufen: lebend, zum selber Schlachten. Dazwischen werfen palästinensische […]

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    Wir sollten wirklich über Korruption sprechen

    von Jonathan Schanzer

    Aktuelle Bemühungen, einen palästinensischen Staat zu schaffen, bauen gänzlich auf einem politischen System auf, das lange Zeit endemische Korruption, Machtmissbrauch, Vetternwirtschaft und Verschwendung erfahren hat. Auf radikale Weise unterminieren diese jene grundlegenden Elemente, die es für eine erfolgreiche Regierungsführung bedarf. Korruptionsvorwürfe gegen die Palästinensische Autonomiebehörde PA existieren seit ihrer Gründung 1994. 1997 berichtet die Associated Press AP beispielsweise, dass ein palästinensischer Verwaltungsbericht feststellte, dass „326 Millionen $ des jährlichen Budgets von 800 Millionen $ der […]

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    Die Arabische Liga und Frieden, 69 Jahre später

    von Alexander H. Joffe

    Die Kluft zwischen der Vergangenheit und Gegenwart wächst im Nahen Osten schnell. Man denke nur an den Anachronismus namens Arabische Liga, die erst jüngst von US-Aussenminister John Kerry als „Partner“ im Friedensprozess bezeichnet wurde. Allein der Gedanke, die Arabische Liga sei ein Partner und ihre neuste Mitteilung sind eine Anmahnung an den arabisch-israelischen Konflikt wie er einst war; eine Ära, als aufgebrachte Aussagen über die „Einheit“ mit Palästina ernst genommen, Palästinenser aber meistens ausgeschlossen wurden. […]

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    Wieder einmal palästinensische Korruption

    von Shoshana Bryen

    Die Europäische Union EU, der grösste Geldgeber in Sachen Wirtschaftsförderung für die Palästinenser, stellte bei einem Audit fest, dass die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) EU-Entwicklungsgelder in der Höhe von 2.7 Milliarden Dollar gestohlen, verloren oder veruntreut hat. Solche Anschuldigungen und Aufdeckungen sind nichts Neues (so etwa beispielsweise im Jahr 2007, in 2009, ebenfalls in 2010, im letzten Jahr, sowie im Juni dieses Jahres). Nicht ohne Grund halten 78% der Palästinenser die PA für korrupt, 64% denken […]