Montag, 28.Juli 2014
  • Palästina

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    Die arabische Welt, verloren in einer emotionalen Nakba

    von Richard Landes (Tablet)

    Bereits seit langem haben Anthropologen und Rechtshistoriker bestimmten Stammeskulturen – Krieger, Nomaden – spezifische Ehrenkodices zugeordnet, die entkräftende Schande bei Verletzung dieser zur Folge hat. Die arabische Politkultur neigt dazu, den Aufstieg durch Aggression und die Politik des „starken Pferdes“ zu bevorzugen, was zusammen kombiniert einen Nahen Osten ergibt, der zwischen Sisis Ägypten und al-Assads Syrien gefangen ist. In den 13 Jahrhunderten vor dem Zionismus unterstanden Juden einem politischen Status in muslimischen Ländern, der speziell […]

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    Zeit, mit der Bevormundung der Palästinenser aufzuhören

    von Alan Johnson (Fathom)

    Der triumphierenden Reaktion vieler Palästinenser auf die Entführung von drei israelischen Teenagern wurde im Westen nur mit einem Achselzucken begegnet. Die palästinensische Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida veröffentlichte einen Cartoon, der die drei Schüler verspottet und ihre Entführung zelebriert. Fatahs Facebook-Seite zeigte einen anderen Cartoon mit drei an einer Leine baumelnden Ratten. Auf den Strassen wurden Süssigkeiten verteilt, eine traditionelle Geste der Freude und Feier. Viele Kinder haben sich von ihren Eltern lachend mit drei erhobenen Fingern […]

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    Die Libanonisierung der Palästinenser

    von Jonathan Schanzer

    Die geeinte palästinensische Regierung unter Einbezug der Hamas bringt viele Tücken mit sich. Ha‘aretz schrieb, dass die Palästinenser bereit scheinen, das Libanon-Model anzunehmen, das es einer terroristischen Entität ermöglicht, ausserhalb der Reichweite einer schwachen Regierung zu existieren und zu operieren. Hamas-Führer haben klargestellt, dass sie eine Auflösung der Izz al-Din al-Qassam Brigaden, ihre hauptsächlich in Gaza stationierte Miliz, ablehnen. Das bedeutet, dass ihre robuste Terrorinfrastruktur mit Zehntausenden von Raketen und Tausenden von Kämpfern intakt bleiben […]

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    Die Obstbäume eines Friedensaktivisten

    von Ulrich W. Sahm, Jerusalem

    Seit dem 19. Mai geht ein Aufschrei der Empörung um die Welt: „Die israelischen Besatzer haben die Obstplantage eines palästinensischen Aktivisten im Westjordanland niedergewalzt. Es war eine Oase des Friedens inmitten des Nahostkonflikts.” So schildert es Susanne Knaul im Tages-Anzeiger (14.06.2014). Eine Schweizer Politikerin stellt diesbezüglich die Rechtsstaatlichkeit in Israel in Frage. Winfried Belz von der „Palästina/Nahost-Initiative Heidelberg“ beklagt sich in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel über die „alltägliche, ja allnächtliche Gewalt- und […]

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    Weshalb die Palästinenserführer keinen unabhängigen Staat wollen

    von Efraim Karsh

    In der Sommerausgabe des Middle East Quarterly hat Efraim Karsh einen lesenswerten Beitrag zur Frage veröffentlicht, weshalb Palästinenserführer seit fast einem Jahrhundert keine Gelegenheit auslassen, um die Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaates zu verhindern. Karsh beschreibt im Detail die pan-arabistischen Ambitionen der Palästinenserführer, die sich stets weniger mit den Palästinensern beschäftigten als vielmehr mit der Frage, wie Israel vernichtet werden könne. Zudem geht er auf die islamistisch-imperialistische Ideologie der Hamas ein, für die der Konflikt zwischen […]