Donnerstag, 24.April 2014
  • Jerusalem

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    NZZ im Dienst palästinensischer Politik in Jerusalem

    von Ulrich W. Sahm, Jerusalem

    Selbst bei Reportagen, deren Schwerpunkt Journalisten frei wählen können, sollten wenigstens die Fakten nachgeprüft und korrekt sein. Monika Bolliger, NZZ-Korrespondentin, setzt in ihrem Beitrag „Archäologie im Dienst der Politik in Jerusalem“ (NZZ, 5. März 2013) haarsträubende Falschinformationen in die Welt. Sie behauptet zum Beispiel, dass Archäologen, „die Existenz des biblischen Königs David bisher nicht nachweisen konnten.“ Archäologen haben zwar noch keine Visitenkarte von David gefunden, dafür aber einen zeitgenössischen Stein, der das „Haus David“ dokumentiert. […]

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    Israelische Siedlungen – ein Hindernis für den Krieg

    von Eli Pollak

    Das anerkannte Mantra lautet, dass die israelische Siedlungspolitik in den umstrittenen Gebieten das grosse Hindernis für Frieden im Nahen Osten sei. Die Siedlungen werden als illegal und unmoralisch angesehen, seien sie doch durch eine Besatzungsmacht gegründet. Faktum ist, dass das Westjordanland und Gaza, was heute unter der Kontrolle der Hamas steht, nicht „besetzte Gebiete” im rechtlichen Sinne sind, sondern umstrittene, weil sie nie Teil eines international anerkannten Staates waren. Jordanien besetzte 1948 das Westjordanland, ohne […]

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    Jerusalem, Israels Hauptstadt: eine islamische Prophezeiung

    von Ali Salim

    Die Art und Weise, in der Mitglieder der Muslimbrüder und Salafistenscheichs den Koran für ihre politischen Ziele verdrehen, ärgert nicht nur mich, sondern auch Millionen Muslime in aller Welt. Die verschiedenen Verzerrungen der Geschichte und Religion im Dienste politischer Ziele – insbesondere, wenn es um Israel geht – sind kaum zu zählen. Yassir Arafat, zum Beispiel, erfand das Lügenmärchen, die Palästinenser stammten von den biblischen Kanaanitern ab, um zu „beweisen“, dass die Palästinenser bereits vor […]

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    Rabbi und Rapper für ein Partnerprojekt im Heiligen Land

    von Danna Harman

    Jerusalem. Es ist ein drückend heisser Tag in Jerusalem. Der Hip-Hop-Mogul Russell Simmons, Gründer einer grossen Plattenfirma und eines Bekleidungsunternehmens, fächelt sich mit einer Zeitschrift Luft zu. Neben ihm sitzt der orthodoxe Rabbiner Marc Schneier, Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses. Die beiden Männer sind ein ungleiches Paar. Simmons zeigt sich in karierten Shorts und dazu Yogaperlen, Turnschuhe und eine Yankee-Baseball-Kappe. Schneier trägt seinen gutsitzenden dunklen Anzug, die schwarze Kippah (eine von orthodoxen jüdischen Männern getragene Kappe) […]

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    Drei Beobachtungen in Jerusalem

    von Ed Husain

    Diese Woche bin ich in Jerusalem. Diese Stadt, ihre Umgebung, die Gebietsansprüche seitens Araber und Juden bilden das Epizentrum eines Konfliktes, der stärkste Emotionen auszulösen vermag. Ein grosser Teil des in dieser Region vorherrschenden Anti-Amerikanismus und Antisemitismus ist eng verknüpft mit der arabischen Wahrnehmung von Ungerechtigkeit und Demütigung, ausgelöst durch die andauernde Israelische Besetzung und die beispielslose Unterstützung, die Israel von den Vereinigten Staaten geniesst. Im Kontrast dazu reflektieren fast alle meine Gespräche mit jüdischen […]