Hossein Salami. Foto YouTube Screenshot
Hossein Salami. Foto YouTube Screenshot

In einer Rede prahlte der stellvertretende Befehlshaber der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) vor Kurzem damit, dass die „islamische Armee in Syrien“ in den Golanhöhen auf Befehle zur Vernichtung des „teuflischen Regimes“ in Israel warte.

 

Er sagte auch, dass die von Teheran unterstützte Terrorgruppe Hisbollah 100.000 Raketen auf Israel gerichtet habe.

„Wir erschaffen eine Macht im Libanon, denn wir wollen unseren Feind von dort aus mit all unserer Kraft bekämpfen“, verkündete er. „Die Hisbollah hat heute eine enorme Macht auf dem Boden und kann das zionistische Regime ganz allein zerstören. Das zionistische Regime hat keinen strategisch-defensiven Tiefgang.“

In seiner Rede für den anti-israelischen Al-Quds-Tag im Juni, die vom Middle East Media Research Institute (MEMRI) übersetzt wurde, sagte Hossein Salami, dass sich Israel heute grösseren Gefahren gegenübersehe als zu jeder anderen Zeit in der Geschichte.

„Heute wurde in Syrien eine internationale islamische Armee gebildet, und die Stimmen der Muslime sind in der Nähe des Golan zu hören“, sagte er. „Sie warten auf weitere Befehle, damit … die Vernichtung des teuflischen Regimes [Israel] beginnt und das Leben dieses Regimes endgültig beendet wird. Die Existenz des zionistischen Regimes war noch nie so sehr gefährdet wie jetzt.“

Auslöschung Israels

Salami betonte, „das zionistische Regime stellt eine Bedrohung … für die gesamte islamische Welt dar. Das ist die Philosophie des Establishments dieses Regimes.“

Er lobte Ayatollah Ruhollah Khomeini, der die iranische Revolution im Jahr 1979 angeführt hatte, dafür, die Zerstörung Israels zu einem Ziel des Regimes zu machen.

Khomeini „verbreitete den Grundgedanken der Auslöschung Israels als neues Konzept im weltweiten politischen Diskurs“, so Salami. „Seitdem ist das zionistische Regime ängstlich, wahnhaft und besorgt.“

Israel warnt seit Jahren vor den anhaltenden Versuchen des Iran, sich in Syrien zu verschanzen, und führte einen stillen Kampf, um Teheran daran zu hindern, eine neue Front an seiner Grenze zu errichten. Im Februar kam diese Offensive ans Licht und entwickelte sich zu einem offenen Konflikt, als eine mit Sprengstoff beladene iranische Drohne kurzzeitig in den israelischen Luftraum eindrang, bevor sie abgeschossen wurde. Als Antwort darauf startete Israel einen Gegenangriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Syrien und beschoss die mobile Kommandozentrale, von der die Drohne gesteuert worden war. Dabei wurden mindestens sieben Mitglieder der iranischen Revolutionsgarde getötet.

Nach dem Angriff auf den Militärflugplatz T4 schwor Teheran Rache. Am 10. Mai schoss die Al-Quds-Einheit der iranischen Revolutionsgarde 32 Raketen auf israelische Stellungen an der Grenze zu den Golanhöhen ab. Vier von ihnen wurden abgefangen, die anderen erreichten das israelische Staatsgebiet nicht.

Als Antwort darauf feuerte Israel in den folgenden beiden Stunden Dutzende Raketen auf iranische Ziele in Syrien ab und zerstörte mehrere syrische Luftabwehrstellungen. Die Operation galt in Israel weithin als Erfolg.

Doch Salami prahlte mit dem erfolgreichen Abschuss der iranischen Raketen und behauptete, das Sperrfeuer habe Israel zum Schweigen gebracht.

„Identitätsloses Regime namens Israel“

„Als die Zionisten die T4-Basis in Syrien bombardierten und junge Männer töteten, dachten sie, es gäbe keine Reaktion darauf. Sie dachten, dass die amerikanische und britische Unterstützung der Widerstandsfront Angst machen würde. Sie dachten, dass niemand darauf reagieren würde“, sagte Salami. „Doch die Antwort erreichte den Golan, und Dutzende Raketen wurden abgeschossen – zusammen mit dieser Nachricht: ‚Wenn ihr darauf reagiert, machen wir das Herz von Tel Aviv dem Erdboden gleich.‘ Sie waren stumm und haben nichts weiter getan.“

Israel, die US-amerikanische Regierung unter Trump, Saudi-Arabien und andere Staaten des Nahen Ostens beschuldigen den Iran, Terrorismus und Instabilität in der Region zu fördern.

Salami machte Israel für die Unruhen im Nahen Osten verantwortlich.

„Alle Probleme in der islamischen Welt haben ihren Ursprung in der Existenz des falschen, unechten, historisch haltlosen und identitätslosen Regimes namens Israel“, sagte er.

Nach einem Luftangriff auf die T4-Basis, für den syrische Staatsmedien das israelische Militär verantwortlich machen – obwohl das israelische Militär seine Auslandseinsätze in der Regel nicht kommentiert –, wurde am Sonntag in der Nähe der Einrichtung die syrische Luftabwehr in Bereitschaft versetzt.

Judah Ari Gross wirkte an diesem Bericht mit. Auf Englisch zuerst erschienen bei The Times of Israel..

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