Foto Hillel Maeir/TPS
Foto Hillel Maeir/TPS

Bei der Einweihung von Israels längstem Radfahrertunnel sagte Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat, das Projekt unterstreiche den Unterschied zwischen Israel und der Hamas.

 

von Mara Vigevani/TPS

„Als Sportbegeisterter ist es für mich eine grosse Ehre, dieses spezielle Geschenk an die Radfahrer einzuweihen“, sagte Barkat während der Eröffnungszeremonie für den 2,1 km langen Gihon-Tunnel zu den Journalisten. „Im Gegensatz zur Hamas nutzen wir unsere Tunnel für gute Zwecke, zum Beispiel Sport.“

Während der Eröffnungsfeier fuhr der sportbegeisterte Bürgermeister der Hauptstadt zusammen mit Profi-Radfahrern wie Paz Bash vom Nationalteam der Radfahrerinnen sowie mit Mannschaftsvertretern der 2015 gegründeten Israel Cycling Academy einmal durch den gesamten Tunnel und zurück.

Der Tunnel beginnt in Ein Lavan, nahe des „Biblischer Zoo“ genannten zoologischen Gartens im Südwesten Jerusalems und endet an der Abfahrt nach Ein Kerem in der Nähe des Hadassah-Krankenhauses; gebaut wurde er in den 1990er-Jahren für die Wasserbehörde Hagihon.

Vor zwei Jahren beschloss Eyal Haimovsky, der Geschäftsführer der Jerusalemer Entwicklungsbehörde, über dem Wasserkanal im Tunnel eine asphaltierte Bahn anzulegen und diese in den 42 km langen, durch mehrere Parks und Naturschutzgebiete verlaufenden Radrundweg der Stadt zu integrieren.

Am Freitag wird der Tunnel offiziell geöffnet – und zwar für die Teilnehmer des internationalen Radmarathons GFNY (Gran Fondo New York), der in diesem Jahr erstmals in Jerusalem stattfindet.

Der Jerusalemer GFNY-Marathon beinhaltet zwei Strecken – eine über 70 km und eine weitere über 130 km. Beide beginnen am Jerusalemer Sportzentrum im Südwesten der Stadt und passieren die Haupt-Touristenorte – die Altstadt, den Davidturm, das Jaffator, den Skopusberg, die Hebräische Universität Jerusalem, die Knesset sowie das pittoreske Viertel Ein Karem.

„Rund 1800 Radfahrer haben sich angemeldet – davon über 300 aus 23 verschiedenen Ländern“, sagte Ilan Zaviv, Mitbegründer der GFNY Jerusalem.

Shaun Gad, der ursprünglich aus New York stammt und heute in Mexiko lebt, ist Mitbegründer und CEO des GFNY World; auch er nahm an der Eröffnungsfeier des Radfahrertunnels teil.

„Ich bin überaus glücklich, bei der Einweihung des Tunnels, der extra für den GFNY Jerusalem asphaltiert wurde, dabei zu sein“, sagte Gad. „Wir sind noch nie durch einen Tunnel gefahren.“

Der GFNY wurde vor acht Jahren ins Leben gerufen und fand seither in mehr als zehn Ländern statt, darunter in Brasilien, Indonesien, Portugal, Panama und Deutschland.

Das „Gran Fondo“-Rennen in Jerusalem ist Teil einer Serie von Radfahr-Events, die in den kommenden Wochen in Jerusalem stattfinden. An diesem Freitag erlebt die Stadt auch eines der grössten Strassenradsport-Events in Israel – das „Sovev Yes Planet Jerusalem“ – und nur eine Woche später startet der Giro d’Italia, Italiens renommiertes Etappenrennen, in Jerusalem.

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