Der israelische Journalist Tzvi Yehezkeli verkleidet sich als Scheich und begibt sich in die Hochburgen der Muslimbruderschaft. In der TV-Serie mit dem Titel Falsche Identität, gibt sich Yehezkeli als als Sympathisant der Muslimbruderschaft aus, der in der Organisation mitarbeiten und ihr beitreten wolle.

 

Bei seiner Undercover-Mission wurde Yehezkeli von verschiedenen Nachrichtendiensten und der internen Sicherheitsbehörde des Schin Bet sowie dem Mossad beraten. Um seine Identität zu perfektionieren, erhielt er einen echten syrischen Personalausweis, zur Sicherheit zusätzlich Ausweispapiere der Palästinensischen Autonomiebehörde sowie die Internetsignatur eines in Jordanien ansässigen Geschäfts inklusive Internetseite und einer nachprüfbaren Anschrift.

Scheich Abu Hamza
Unter dem Namen „Scheich Abu Hamza“ tauchte Yehezkeli, ausgestattet mit einer in einem Knopf versteckten Fotoausrüstung und einer Brillenkamera, tief in das ein, was er den „stillen Dschihad“ nennt.

Yehezkeli, der in den vergangenen Jahren zu einem Torah treuen Menschen geworden ist, sieht in seiner Auseinandersetzung mit dem Thema und darin, dass er dem Islam als religiöser Mensch begegnete, einen Mehrwert. „Dient man dem Schöpfer erst einmal, dann wird man immer sensibler gegenüber Fälschungen. Für mich ist es hilfreich; ich kenne mich mit der Materie aus und kann mich mit den Gläubigen identifizieren – auch wenn ich mit ihrer Art und Weise nicht einverstanden bin. Die Tatsache, dass ich gläubig bin, ermöglicht mir, meine Augen noch weiter zu öffnen; dieser Aspekt bringt mich nicht ins Wanken.“ Yehezkeli erklärt weiter, dass ein Teil seiner Wiederannäherung an die Welt des Glaubens möglicherweise der Beschäftigung mit seinen Reportagen geschuldet ist: „Sie öffneten mir eine Tür zu einer wahrhaftigeren Seite.“

„Der Islam erfordert jedoch ein tiefes Verständnis seiner selbst“, sagt Yehezkeli und hofft, dass es im Islam eine Reform geben wird, so wie sie derzeit in Saudi-Arabien geschieht.

In einem Gespräch mit der Zeitung Arutz Sheva erklärt Yehezkeli, dass die Welt den IS-Terror zwar versteht und sich dagegen wehrt, sie nun jedoch einem neuen und stillen Dschihad gegenübersteht, in dem der radikale Islam den Westen übernehmen wird – nicht in Form von Krieg, sondern indem er still in die Gesellschaften des Westens eindringt.

Yehezkeli stellt fest, dass es in einer Anordnung eines führenden muslimischen Rechtsgelehrten aus den 1990er Jahren heisst: „Die Besetzung des Westens wird nicht durch Krieg erfolgen, sondern still, durch Unterwanderung und Subversion.“

Die fünfteilige Serie Der Apokalyptische Dschihad, der Stille Dschihad nimmt die Türkei, Deutschland, Frankreich und die USA unter die Lupe.

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