Foto Open Doors
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Etwa 215 Millionen Christen werden aufgrund ihres Glaubens verfolgt, so der neueste Bericht der Organisation „Open Doors“. Das bedeutet, 1 von 12 Christen weltweit wird verfolgt.

 

Der gefährlichste Ort für praktizierende Christen ist demnach Nordkorea. Ein hohes Mass an Verfolgung von Christen besteht auch in den Palästinensergebieten, wie der Weltverfolgungsindex zeigte.

Bei dem von der Organisation „Open Doors“ veröffentlichten Index handelt es sich um einen jährlichen Bericht zur Verfolgung von Christen weltweit, der die 50 Länder mit der schlimmsten Christenverfolgung auflistet. Der zu Beginn jeden Jahres herausgegebene Index verwendet Daten von Open-Doors-Mitarbeitern vor Ort und externen Experten, um die Verfolgung weltweit zu quantifizieren und zu analysieren.

Häufigste Ursache für die Verfolgung von Christen ist die Ausbreitung des radikalen Islam. In acht der zehn Länder an der Spitze des Index wird die Verfolgung durch islamische Unterdrückung angeheizt: Afghanistan, Somalia, Sudan, Pakistan, Libyen, Irak, Jemen und Iran.

Es ist bereits das zweite Jahr in Folge, in dem islamische Unterdrückung den Haupttrend unter den Ursachen der Christenverfolgung ausmachte. Laut Open Doors werden jeden Tag sechs Frauen wegen ihres christlichen Glaubens vergewaltigt, sexuell belästigt oder durch Todesdrohungen in die Ehe mit einem Muslim gezwungen.

„Der Weltverfolgungsindex ist wichtig. Er ist wichtig, weil er heutzutage der vertrauenswürdigste Messwert religiöser Verfolgung auf der Welt ist“, sagte CEO David Curry. „Aber noch wichtiger ist der Index deshalb, weil er ein „spirituelles EKG“ darstellt, das Stärke und Verletzlichkeit der weltweiten Kirche aufzeigt.“

Die Länder werden in der Reihenfolge der Schwere der Christenverfolgung aufgelistet; diese wird mit einer Analyse des Grades der gewaltsamen Verfolgung sowie des Drucks berechnet, der in den fünf Lebensbereichen kirchliches, nationales, Gemeinschafts-, Familien- und Privatleben erfahren wird.

Wenig überraschend landete Nordkorea im 16. Jahr in Folge auf dem ersten Platz. Seit drei Generationen konzentriert sich alles in diesem Land auf die Vergötterung der herrschenden Familie Kim und daher werden Christen als feindliche Elemente in der Gesellschaft betrachtet, die es auszumerzen gilt.

Auch wenn Christen in den Palästinensergebieten nur ein geringes Mass an Gewalt ertragen müssen, die sich aufgrund ihrer Religion gegen sie richtet, unterliegen die 67.700 christlichen Gläubigen doch einem enormen Druck – und das trotz Gesetzen zum Schutz der religiösen Freiheit. Israel befindet sich nicht auf dem Index.

In fünf Ländern, wo das Christentum die vorherrschende Religion ist, gibt es trotzdem ein hohes Mass an Verfolgung. In den afrikanischen Staaten Äthiopien, Kenia und Zentralafrikanische Republik grassiert die islamische Unterdrückung und in Mexiko und Kolumbien haben organisiertes Verbrechen und Korruption zu einer säkularen Ideologie geführt, die darauf aus ist, religiöse Ausdrucksformen im öffentlichen Bereich auszumerzen und die Beteiligung von Christen am sozialen und politischen Diskurs zu verhindern.

Open Doors unterstützt in mehr als 60 Ländern verfolgte Christen mit Bibeln, Nothilfeprojekten, Jüngerschaftsschulungen, Berufsbildungsschulungen, Traumaberatung und Verteidigung.

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