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Hamas-Chef in Gaza ruft zum „Tag des Zorns“ auf

Screenshot Aqsa-TV / Facebook

Der Hamas-Chef im Gazastreifen Yahya Sinwar, forderte am Donnerstag die palästinensischen Araber auf, den Freitag in einen weiteren „Tag des Blutes und des Zorns“ zu verwandeln, um damit gegen die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch US-Präsident Donald Trump zu protestieren.

 

Sinwars Aufruf kam in einer im Fernsehen übertragenen Rede auf Al-Aqsa TV. In der Ansprache war er zu hören, wie er junge palästinensische Araber aufforderte, am Freitag an den bekannten Berührungspunkten mit IDF-Soldaten einzutreffen, um diese Gebiete in Aufruhr zu versetzen.

„Ich fordere euch auf, den morgigen Freitag in einen Tag des Zorns zu verwandeln. Ihr müsst von euren Brüdern, die im Westjordanland, in Jerusalem und im Gazastreifen leben – wo immer es Palästinenser, Araber in der freien Welt gibt – verlangen, dass sie aufstehen und morgen in einen blutigen Tag des Zorns verwandeln, damit wir die dumme Entscheidung von Trump rückgängig machen.“

 

Treffen mit Schweizer Delegation

Bereits im Oktober lehnte der Anführer der Hamas im Gazastreifen Forderungen ab, nach denen die Hamas ihre Waffen niederlegen und den jüdischen Staat anerkennen sollte und sagte, die Organisation diskutiere stattdessen darüber, „wann Israel ausgelöscht werden soll.“

Yahya Sinwar, der im November Gastgeber einer Schweizer Delegation in Gaza war, ist früher unter anderem dadurch aufgefallen, dass er palästinensische Kollaborateure eigenhändig umbrachte. Er verbrachte deshalb 22 Jahre als verurteilter Mörder in israelischer Gefangenschaft.

Am Freitagmorgen rief die islamistische Terrororganisation Hamas das „palästinensische Volk, mit all seinen Kräften und Fraktionen“ dazu auf „den jungen Menschen der Intifada“ zu folgen, und nach dem Freitagsgebet, für einen Sieg für Jerusalem und al-Aqsa am Tag des Zornes teilzunehmen.