Ein neues Video, das von der Organisation Boomerang veröffentlicht wurde, zeigt, dass es trotz des anhaltenden arabisch-israelischen Konflikts nicht unbedingt viel gibt, was Juden und Araber auf persönlicher Ebene trennt.

 

Boomerang ist eine Organisation, die von Ezri Tubi, dem ehemaligen Sprecher der Samaria-Gemeinschaft in Yitzhar, gegründet wurde. Ziel der Gruppe ist es, die Vorurteile von einigen Medien zu umgehen und zu dokumentieren, wie das Leben in Judäa und Samaria wirklich ist.

Vor einigen Tagen kam Ezri Tubi, bewaffnet mit einer Videokamera, in die nahe gelegene palästinensische Stadt Huwara, um den Alltag der Bewohner zu dokumentieren. Tubi hielt in einem Laden an, als er bemerkte, dass der Besitzer des Ladens zu der Musik des israelischen Sänger und Musiker jemenitischer Herkunft, Haim Moshe tanzte.

Ezri Tubi schaltete seine Kamera ein und setzte sich zu einem Gespräch mit Hassan, dem Besitzer, hin.

„Warum werft ihr immer mit Steinen nach uns aus Yitzhar?“ fragte Hassan.

„Ihr seid es, die mit Steinen nach uns werfen“, bestand Tubi darauf.

„Wir alle machen Ärger, warum ist das so? Früher kauften die Juden hier ein und wir verdienten unseren Lebensunterhalt.“

„Ich bete zu Gott, du betest auch“, sagt der Ladenbesitzer zu Tubi. „Du trägst einen Hut[als gottesfürchtiger Mensch], du trägst Tzitzit, und du betest und glaubst, dass etwas über uns ist. Warum also haben[unsere jeweiligen Nationen] Probleme[miteinander]? fragt er Tubi. „Vielleicht, weil wir alle glauben, dass Allah etwas anderes von uns will“, schlägt Tubi vor.

Später trinken die beiden zusammen Kaffee und tanzen sogar gemeinsam auf der Strasse.

„Wenn ich durch Huwara fahre, sehe ich oft Hassan zu israelischer Musik tanzen, und dieses Mal beschloss ich zu stoppen. Viele sagen mir, dass ich verrückt bin, weil es gefährlich ist, aber ich habe kein Problem damit mich mit Hassan, Mustafa oder Ahmed auf persönlicher oder menschlicher Ebene auszutauschen. Ich habe mit vielen unserer arabischen Nachbarn einen gemeinsamen Nenner gefunden und fühle mich in meinen Begegnungen mit ihnen wohl.“ sagte Tubi gegenüber israelischen Medien.

„Das Problem beginnt auf der Ebene der nationalen Identität – das ist, wo wir auf den gegenüberliegenden Seiten des Zauns stehen, in einer Situation von Feindseligkeit und Krieg.“

Diesen Beitrag teilen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •