Die britische Labour-Partei sieht sich einer neuen Antisemitismus-Kontroverse gegenüber. Im Rahmen der Jahresversammlung der Partei, verlangte ein Redner die Meinungsäusserungsfreiheit, um auch den Holocaust zu leugnen. Andere Aktivisten starteten nach Auskunft eines Parteimitglieds einen „schlecht verkappten Aufruf zur Eliminierung von Juden“ aus der Partei, berichtete am Dienstag der Daily Telegraph.

Auf einer Veranstaltung zum Thema freie Meinungsäusserung und Israel forderte ein Redner, das Jewish Labour Movement (JLM) und die Labour Friends of Israel (LFI) sollten aus der Partei „herausgeworfen“ werden. Weiterhin verglichen sie die Behandlung der Palästinenser durch die Israelis mit der Behandlung der Juden durch die Nazis und warfen Israel „Völkermord“ im Gazastreifen vor.

Einer der Redner sagte vor dem Publikum, Israel und die Israelis sollten ausgegrenzt werden wie Nazis oder die Südafrikaner der Apartheid-Zeit. Die Daily Mail zitierte den israelisch-amerikanischen Autor Miko Peled, der kürzlich an der Universität Zürich als Gastredner auftrat: „Es geht um Redefreiheit, die Freiheit, Kritik zu üben und jedes Thema zu diskutieren, gleichgültig ob es um den Holocaust – ja oder nein –, Palästina oder die Befreiung geht.“

Er fügte hinzu: „Wir laden keine Nazis ein und geben ihnen dann eine Stunde Zeit, um zu erklären, warum sie im Recht sind; wir laden keine südafrikanischen Apartheid-Rassisten ein, um zu erklären, warum die Apartheid gut für die Schwarzen war; und ebenso laden wir keine Zionisten ein – das ist etwas ganz Ähnliches.“

Andere Redner bei der Veranstaltung weigerten sich, Israel beim Namen zu nennen und nannten es nur „den zionistischen Staat“, womit sie den Zusammenhang zwischen Antisemitismus und Antizionismus verdeutlichten, der in einer kürzlich veröffentlichten, richtungsweisenden britischen Studie dargelegt wurde.

Nach der Kontroverse wurde der Vorsitzende der Labour-Partei, Jeremy Corbyn, von einem seiner eigenen Parteigenossen beschuldigt, er vertrete eine „Vogel-Strauss-Politik“ in Sachen Antisemitismus. Das Parteimitglied berichtete, dass die bei der Veranstaltung gefallenen Kommentare auf einen „schlecht verkappten Aufruf zur Eliminierung von Juden aus der Labour-Partei“ hinausliefen.

Corbyn, der in der Vergangenheit die Terrororganisationen Hamas und Hisbollah als seine Freunde bezeichnet hatte, wird immer wieder mit Vorwürfen konfrontiert, dass seine Partei ein institutionelles Problem mit dem Antisemitismus habe und er eine Untersuchung zu diesem Thema beschönigt habe. Bei der Eröffnung erklärte er, die Juden seien „ebenso wenig verantwortlich“ für die Taten Israels wie die Muslime für „diese verschiedenen selbsternannten islamischen Staaten.“

Quellen: Daily Telegraph, The Tower, Agenturen

Diesen Beitrag teilen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  • Die „Labour Friends of Palestine & the MIddle East“ (LFPME) veröffentlichten einen mittlerweile gelöschten Beitrag auf ihrem Twitter Account, auf dem sie ihren Zugang zu Nahostkonflikt so bewarben: „Our solution will be the final solution“.

    http://jewishnews.timesofisrael.com/labour-palestine-group-apologises-for-final-solution-tweet/

    Als ihnen auffiel, was sie da geschrieben haben veröffentlichten sie eine Entschuldigung, in der sie von einer „poor choice of words“ sprachen, aber darauf beharrten jedes Antisemitismus völlig unverdächtig zu sein.

    https://uploads.disquscdn.com/images/aca8b815dcd743d258d8380269f49a56f8d503ba1b68b1c9cc5c167a9f398609.jpg

    Dieser Beitrag wurde inzwischen redigiert, weil sich bedauerlicherweise gleich der nächste Freud’sche Versprecher einschlich: „we oppose all forms of racism, anti-antisemitism, ….“

    Die englische Linke ist mittlerweile eine Jauchegrube aus Antisemitismus und BDS Clustern, die sich von Neo Nazis in Thüringen nicht mehr unterscheiden.

    http://david-collier.com/antisemites-protest-radiohead/

    Die Empörung des linken Establishments um Jeremy Corbyn, die in Antisemitismusvorwürfen das Werk zionistischer Lobbies sieht, ihre untadelige Haltung madig zu machen ist von den Nazi artigen Verschwörungstheorien der eigenen Anhänger völlig unbeeindruckt. Ken
    Livingston, ehemaliger Bürgermeister von London erklärte, dass Hitler Zionist gewesen sei und die Zionisten die eigentlichen Nazis, um dann alle Antisemitismusvorwürfe damit von sich abprallen zu lassen, dass er nur deshalb angegriffen würde, weil ihm die Zionisten seine
    „Israelkritik“ übel nähmen.

    „Israelkritik“ ist inzwischen jede Art antisemitischer Verschwörungsmystik, die von den Antizionisten dazu benutzt werden kann, ihre Agenda weiter zu treiben, Holocaustleugnung
    inklusive. Die Schamgrenzen, wenn es sie je gab, sind inzwischen gegenstandslos.

  • Die „Labour Friends of Palestine & the MIddle East“ (LFPME) veröffentlichten einen mittlerweile gelöschten Beitrag auf ihrem Twitter Account, auf dem sie ihren Zugang zu Nahostkonflikt so bewarben: „Our solution for Middle East Peace will be the final solution“.

    Als ihnen auffiel, was sie da geschrieben haben veröffentlichten sie eine Entschuldigung, in der sie von einer „poor choice of words“ sprachen, aber darauf beharrten jedes Antisemitismus völlig unverdächtig zu sein.

    https://uploads.disquscdn.com/images/aca8b815dcd743d258d8380269f49a56f8d503ba1b68b1c9cc5c167a9f398609.jpg

    Dieser Beitrag wurde inzwischen redigiert, weil sich bedauerlicherweise gleich der nächste Freud’sche Versprecher einschlich: „we oppose all forms of racism, anti-antisemitism, ….“

    Die englische Linke ist mittlerweile eine Jauchegrube aus Antisemitismus und BDS Clustern, die sich von Neo Nazis in Thüringen nicht mehr unterscheiden.

    http://david-collier.com/antisemites-protest-radiohead/

    Die Empörung des linken Establishments um Jeremy Corbyn, die in Antisemitismusvorwürfen das Werk zionistischer Lobbies sieht, ihre untadelige Haltung madig zu machen ist von den Nazi artigen Verschwörungstheorien der eigenen Anhänger völlig unbeeindruckt. Ken Livingston, ehemaliger Bürgermeister von London erklärte, dass Hitler Zionist gewesen sei und die Zionisten die eigentlichen Nazis, um dann alle Antisemitismusvorwürfe damit von sich abprallen zu lassen, dass er nur deshalb angegriffen würde, weil ihm die Zionisten seine „Israelkritik“ übel nähmen.

    „Israelkritik“ ist inzwischen jede Art antisemitischer Verschwörungsmystik, die von den Antizionisten dazu benutzt werden kann, ihre Agenda weiter zu treiben, Holocaustleugnung inklusive. Die Schamgrenzen, wenn es sie je gab, sind inzwischen gegenstandslos.

  • nussknacker56

    Dass britische Sozialdemokraten einen erklärten Faschistenfreund wie Corbyn zu ihrem Parteiführer gewählt haben kommt nicht von ungefähr. Hier bekommt man einen kleinen Einblick in den Bodensatz, der dies ermöglicht hat. Nicht einmal Forensiker dürften da noch progressive Spurenelemente ausmachen.

    Man kann nur noch den Kopf schütteln über dieses erbärmliche Niveau einer Partei, die einmal für etwas Positives einstand.