Foto Twitter / Yehudah Glick

Der Sicherheitsdienst der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) verhaftete am Sonntag Mohammed Saber Jaber, einen Bewohner der Stadt Hebron, der Knesset-Mitglied Yehuda Glick (Likud) vor einer Woche während des islamischen Opferfestes Eid al-Adha in seinem Haus bewirtet hatte.

Laut der israelischen Tageszeitung Ha‘aretz kündigten Jabers Verwandte in Moscheen und sozialen Netzwerken an, ihn zu ächten, da er Glick in sein Haus eingeladen hatte.

Mitarbeiter des PA-Sicherheitsdienstes sagten gegenüber Ha‘aretz, der Grund für die Festnahme sei, dass Glick Bilder von sich selbst und Jaber und seiner Familie auf Facebook gepostet hatte. Sie gehen davon aus, dass der Mann, der es gewagt hat, Glick – auf den in der Vergangenheit ein Attentatsversuch verübt worden war – Tee zu servieren, einige Wochen lang im Gefängnis verhört und dann freigelassen wird.

Yehuda Glick ist Vorsitzender der HALIBA, einer Israelischen Dachorganisation, die einen freien Zugang zum Tempelberg fordert. Ein palästinensischer Attentäter gab in Jerusalem auf offener Strasse am 29. Oktober 2014 im Vorbeifahren von einem Motorrad aus vier Schüsse auf Glick ab. Es trafen ihn vier Kugeln in Hals, Brust, Bauch und Hand. Er wurde schwerverletzt ins Jerusalemer Schaare-Zedek-Krankenhaus eingeliefert.

Glick tweetete bei seinem Besuch auf Hebräisch: „Fest des Opfers (Eid al-Adha) zu Hause bei meinem Freund Muhammad Jabir in Hebron. So Gott will, wir werden alle hier in Frieden leben. Happy Eid.“ Zusätzlich schrieb auch in Arabisch: „Happy Eid al-Adha Muhammad Jabir. “

Gegenüber den Medien sagt Yehudah Glick, Jabers Inhaftierung beweise, dass die PA sich nicht ernsthaft um Frieden bemühe. Die Verhaftung sei zudem unbegründet. „Er ist ein Friedensaktivist, den ich über den Leiter der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinschaft in Haifa kennengelernt habe und anlässlich des Opferfestes Eid al-Adha besuchen wollte. Es tut mir leid, dass das hier passiert ist“, so Glick.

Glick sagte, er habe den Leiter des Zentralkommandos der IDF, Generalmajor Roni Numa, sowie andere israelische Amtsträger kontaktiert und sie dazu aufgefordert, umgehend zu handeln und Jabers Freilassung zu erwirken

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