Der Vorsitzende der Regionalverwaltung von Mateh Benjamin, Avi Roeh bei der Steinlegung des Projektes. Foto Binyamin Medical Center
Der Vorsitzende der Regionalverwaltung von Mateh Benjamin, Avi Roeh bei der Steinlegung des Projektes. Foto Binyamin Medical Center

Der Knesset-Sprecher Yoel (Yuli) Edelstein, der Vorsitzende der Regionalverwaltung von Mateh Benjamin, Avi Roeh, die Knessetabgeordneten Yuval Steinitz (Likud) und Bezalel Smotrich (Jüdisches Heim) sowie eine Reihe örtlicher Persönlichkeiten versammelten sich letzte Woche beim Binyamin Industrial Park nördlich von Jerusalem nahe Psagot, um den Grundstein für ein medizinisches Zentrum zu legen, das für Israelis und Palästinenser in Judäa und Samaria der grösste Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen werden soll.

von Andrew Friedman/TPS

Das Binyamin Medical Center, ein Gemeinschaftsprojekt des Jescha-Rates, des One Israel Fund und örtlicher Behörden, soll neben dem Rami-Levi-Supermarkt, dem Hi-Tech-Park und verschiedenen Restaurants grösster Arbeitgeber des Gewerbegebietse und Anziehungspunkt für Verbraucher werden. Das Zentrum ist nach dem Efrat Medical Center gestaltet, das sich südlich von Jerusalem, im Siedlungsblock Etzion befindet. Das Zentrum in Efrat, das ursprünglich erbaut wurde, um während der Zweiten Intifada Notfalldienste leisten zu können, wurde in den vergangenen Jahren erweitert und bietet nun eine breite Palette an Gesundheitsdienstleistungen, darunter Röntgendiagnostik, Physiotherapie, Zahnmedizin, eine Apotheke und Abteilungen der HMOs Meuhedet und Maccabi.

Wie Rabbi David Marcus, Leiter der Entwicklung beim One Israel Fund, der den Bau des neuen Zentrums überwachen wird, sagte, wird das BMC auf ortsansässige Fachleute zurückgreifen, um eine noch breitere Leistungspalette anbieten zu können.

Das grösste medizinische Zentrum in Judäa und Samaria im Modell. Foto Binyamin Medical Center
Das grösste medizinische Zentrum in Judäa und Samaria im Modell. Foto Binyamin Medical Center

„Natürlich ist der Notfalldienst die treibende Kraft hinter diesem Zentrum”, sagte David Marcus gegenüber der Nachrichtenagentur Tazpit. „Der nächste Notfalldienst, der Bewohnern von Benjamin und Samaria heute zur Verfügung steht, befindet sich in Jerusalem. Da kann es schon mal eine Stunde oder länger dauern, bis man von Eli oder Shilo in die Hauptstadt kommt.“

„Die Gegend braucht eine erstklassige medizinische Einrichtung“

„Wenn man sich ausserdem die Geographie der Gegend anschaut, erkennt man, dass der Zugang nach Jerusalem mitunter eingeschränkt sein kann. Es muss nur einen Wintersturm geben oder im Sommer einen Waldbrand, schon kann die Route 60 blockiert sein. Aus all diesen Gründen braucht die Gegend eine erstklassige medizinische Einrichtung“, fügte er hinzu.

Das 7.000 m² grosse Zentrum wird alle regionalen Notfalldienste beherbergen, darunter Magen David Adom, Hatzalah, die Sanitätstruppe der IDF sowie ortsansässige Ärzte- und Sicherheitsteams. Mehrere Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen haben ihr Interesse daran bekundet, Räume in dem Gebäude anzumieten, um eine Reihe von Leistungen anzubieten, wie etwa eine Frauenklinik, ein chirurgisches Zentrum, moderne Augenbehandlung, Hydrotherapie, ein Zentrum zur Behandlung von Essstörungen, Psychologie und weitere Fachpraxen. Das Zentrum wird ausserdem alle regionalen medizinischen und Notfallressourcen unter einem Dach vereinen, einschliesslich öffentlicher und privater HMOs.

Das Zentrum stellt auch ein neues Modell der Finanzierung von Gesundheitsdienstleistungen dar. Gemäss David Marcus wäre eine eigenständige Notfallstation in Betrieb und Unterhaltung zu teuer. Durch die Vermietung von Räumen an verschiedene Gesundheitsdienstleister hat sich die Gruppe jedoch für ein Modell entschieden, welches es nicht nur Ärzten und Gesundheitsdienstleistern erlaubt, ihr Angebot an die Gemeinschaft zu erweitern, sondern zudem auch die finanzielle Integrität des Unternehmens gewährleistet.

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