Jibril Rajoub während eines Interviews im ägyptischen Fernsehen. Foto Screenshot Youtube
Jibril Rajoub während eines Interviews im ägyptischen Fernsehen. Foto Screenshot Youtube

Eine israelische Rechtsorganisation reicht eine Klage gegen den Amtsträger der Palästinensischen Autonomiebehörde Jibril Rajoub ein, wegen seiner Bemühungen gegen eine Normalisierung der Beziehungen und Angriffen auf israelische FIFA-Teams.

von Neri Weiss, Arutz Sheva / Redaktion Audiatur-Online

Wie in der Vergangenheit mehrmals berichtet, verherrlicht der palästinensische Fussballverband unter der Federführung von Rajoub den Terror. Dies zeigt sich nicht zuletzt daran, dass zahlreiche Klubs, Mannschaften und Wettbewerbe nach Terroristen, die Juden und Israelis getötet haben, benannt worden sind.

Bereits im März hat der Deutsche Olympische Sportbund, einer der weltweit grössten Sportverbände, die erst im Februar beschlossene Kooperation mit dem Palästinensischen Fussballverband und dessen Vorsitzenden Jibril Rajoub aufgekündigt. Im Gegensatz dazu wollen drei Dutzend Schweizer Nationalräte, unter Federführung des Sozialdemokraten Cédric Wermuth, Schützenhilfe für Rajoub leisten.

Seit mehr als einem Jahr ist der Chef der Präventiven Sicherheitskräfte in der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und Vorsitzende des Palästinensischen Fussballverbandes, Jibril Rajoub, im Konflikt mit israelischen Fussballligen und Mannschaften.

In seinen Versuchen, Israel politisch und diplomatisch zu unterlaufen, versuchte Rajoub, die internationale Fussballliga FIFA zu überzeugen, den israelischen Teams insbesondere Teams mit Sitz in Judäa und Samaria die Teilnahme an Turnieren zu verbieten.

Zuerst argumentierte Rajoub, dass Israel arabische Athleten diskriminiere und sie daran hindere, die palästinensische Autonomiebehörde zu betreten und zu verlassen. Diese Behauptung führte dazu, dass die FIFA ein internationales Team zur Untersuchung der Behauptungen bildete, welches seine Ergebnisse voraussichtlich dem nächsten FIFA-Kongress am 11. Mai 2017  vorlegen wird.

Israel reagierte nun auf Rajoubs Provokationen mit einer Klage gegen den PA-Beamten. Das International Legal Forum (ILF) unter der Leitung von Rechtsanwalt Yifah Segal reichte gestern wegen persönlicher Verstösse gegen den FIFA-Ethikkodex eine Klage gegen den palästinensischen Fussballverband und Jibril Rajoub ein.

In der von Asher Azran, dem Manager der Mannschaft Hapoel Kfar Shalem, unterzeichneten Klage wird Rajoub vorgeworfen, dass sein Verhalten als Vorsitzender des Palästinensischen Fussballverbandes viele Konsequenzen für Fussballspieler, Fussballmannschaften und andere, der FIFA unterstellten, hatte.

Laut der Klage umfassen die Verstösse, die Rajoub in seiner Beschwerde bei der Weltfussballorganisation begangen hat, u.a. Rassismus, Diskriminierung, Anstiftung zur Gewalt, Belästigung sowie körperliche und geistige Gefährdung für Mitglieder verschiedener Ethnien, Nationalitäten und Religionen. „Darüber hinaus“, heisst es in einer Mitteilung der Kläger, „hat Rajoub mit seinem inakzeptablen Verhalten andere ermutigt und sogar gezwungen, diese Verbrechen selbst zu begehen.“

Mit Hilfe der Organisation Palestinian Media Watch, sammelte das International Legal Forum eine Vielzahl von Beispielen für die Klage. Diese beweisen, dass Rajoub solche schweren Verbrechen tatsächlich begangen hat und liefern Einzelheiten zu den entsprechenden, das verletzende Verhalten beinhaltenden Klauseln.

In einem Beispiel sagte Rajoub in den Medien der Palästinensischen Autonomiebehörde, dass „jede Aktivität der Normalisierung im Sport mit dem zionistischen Feind ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellt“. Er machte diese Aussage nach der Teilnahme von israelischen und arabischen Kindern in einem Spiel, welches durch das Peres Center for Peace organisiert wurde. Er sagte auch, dass die Strafe für jeden, der mit oder gegen Israelis spielt, sein müsse, dass dieser Spieler von jeglicher sportlicher Aktivität und von seiner Position als Vorsitzender des Arabischen Fussballverbandes entfernt werden müsse.

„Die Aussagen und Handlungen der Palästinensischen Vereinigung und Jibril Rajoub zeigen, dass sie sich als integraler Akteur im politischen Kampf zwischen Israel und Palästinensern sehen und dass für sie der Einsatz von Sport nur ein Werkzeug in diesem Kampf ist“, teilte das ILF mit.

„Die Tatsache, dass Rajoub selbst mehrere politische Positionen gleichzeitig einnimmt, einschliesslich einer hochrangigen Stelle bei der Fatah, ist ein eklatanter Verstoss gegen den Ethikkodex der FIFA und Artikel 14 des Ethikkodex verlangt, dass ein Verbandsmitglied politisch neutral bleibt.“

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