Ein Team der Ben-Gurion-Universität. Foto zVg
Ein Team der Ben-Gurion-Universität. Foto zVg

Die Ben-Gurion-Universität, die Europäische Union, Magen David Adom, die Green Land Society und der jordanische Rote Halbmond kooperieren gemeinsam beim Thema Notfall- und Katastrophenvorsorge.

von Viva Sarah Press

Zusammenarbeit lautet die Devise eines Projektes, das derzeit in Israel, den Palästinensischen Autonomiegebieten sowie Jordanien im vollem Gange ist. Das gemeinsame Projekt, Community Emergency Response Teams (CERT), zielt darauf ab, lokale Anwohner als Nothelfer im Falle eines Erdbebens auszubilden.

„Das Projekt wird vom Friedenspartnerschafts-Programm der Europäischen Union finanziert und gibt uns einmal mehr die Möglichkeit, lebensrettende Massnahmen zusammen mit unseren Freunden vom jordanischen Roten Halbmond, Magen David Adom und der palästinensischen Green Land Society zu fördern,“ sagt Professor Limor Aharonson-Daniel, Vizerektor für internationale akademische Angelegenheiten an der Ben-Gurion-Universität.

„Die Zusammenarbeit, die mit der Ausbildung der ersten jordanischen Sanitäter vor einem Jahrzehnt begann, hat über die letzten drei Jahre mit der Etablierung von lokalen Nothilfeteams fortgedauert. In Zukunft planen wir ein Master-Programm in Nothilfe und Krisenmanagement zu etablieren,“ so Aharonson-Daniel, der das Projekt leitet. „Vor allem hat das Projekt persönliche Beziehungen und Freundschaften entfacht, die beweisen, dass regionale Zusammenarbeit in der Tat möglich ist.“

Das Ausbildungsprojekt wird Anwohner mit den Fähigkeiten ausstatten, im Falle eines Erdbebens erste Hilfe, Schutz, psychosoziale Unterstützung und weitere Nothilfemassnahmen vor dem Eintreffen von professionellen Rettungsteams zu leisten.

Projektteilnehmer haben einen hundertstündigen praktischen Kurs mit Themen wie Bedarfsanalyse, erste Hilfe, Schutz, Hygiene, psychosoziale Unterstützung, Suche und Rettung, Brandbekämpfung und Gemeinschaftsbelastbarkeit durchlaufen.

Das Ziel des Projekts ist es ebenfalls, die verschiedenen Nothilfeteams in der Region auf die gegenseitige Assistenz im Falle von Notfällen vorzubereiten.

„Ein Erdbeben im Jordantal ist eine unmittelbare Gefahr, die schwere Risiken für die Bewohner der Gegend darstellt. Ich möchte die Anwohner für ihre Teilnahme in dem Kurs und ihren Beitrag an ihre Gemeinden loben. Ich bin zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit mit dem jordanischen Roten Halbmond den Boden bereitet für gegenseitige Unterstützung im Falle eines Ernstfalles entlang des Great Rift Valley,“ sagte Eli Bin, Generaldirektor von Magen David Adom.

Auf Englisch zuerst erschienen bei Israel21c.

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