Foto Twitter / @ESCWACIU
Foto Twitter / @ESCWACIU

Wie gestern bekannt wurde, hat UN-Generalsekretär Antonió Guterres einen von einer nur aus arabischen Staaten bestehenden UN-Kommission erstellten Bericht, in dem Israel „Apartheid“ vorgeworfen wurde, zurückgewiesen. Wer ist diese Kommission und wer sind ihre Köpfe? Simon Plosker von „Honest Reporting“ hat einige interessante Fakten und Zitate zusammengetragen (der Artikel entstand vor dem Bekanntwerden von Guterres` Entscheidung).

„Verfügbare Beweismittel zeigen ohne jeden vernünftigen Zweifel, dass Israel sich einer Politik und Praxis schuldig gemacht hat, die den Tatbestand des Verbrechens der Apartheid, wie er juristisch in Dokumenten des internationalen Rechts definiert ist, erfüllen“, heisst es in einem jüngst veröffentlichten UN-Bericht mit dem Titel “Israelische Praktiken gegenüber dem palästinensischen Volk und die Frage der Apartheid“. Dies ist wohl das erste Mal, dass in einem offiziellen UN-Dokument direkt das Wort „Apartheid“ benutzt wird, um Israel zu verunglimpfen.

Um fair zu sein, muss man sagen, dass die meisten Mainstreammedien, darunter die New York Times, über die Empörung berichtet haben, die dieser Bericht provoziert hat, sowie über die Tatsache, dass der UN-Generalsekretär damit nichts zu tun haben will.

Den Inhalt des 74-Seiten-Berichts zu kritisieren, würde ihm eine Relevanz verleihen, die er nicht verdient. Die Apartheidslüge wird von Israels Feinden eben deshalb benutzt, weil sie das Land delegitimieren wollen, indem sie es mit dem früheren rassistischen Regime in Südafrika in Verbindung bringen. Leider werden die Mainstreammedien bei der Frage, warum dieser Bericht nicht ernst genommen werden kann und sollte, nur an der Oberfläche kratzen.

Was ist die ESCWA?
Die Ökonomische und Soziale Kommission für Westasien (ESCWA), die den Bericht produziert hat, setzt sich aus 18 arabischen Mitgliedsstaaten zusammen: Bahrain, Ägypten, dem Irak, Jordanien, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Mauretanien, Oman, Palästina, Katar, Saudi-Arabien, Sudan, der Syrisch-Arabischen Republik, Tunesien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Jemen.

Angesichts der Tatsache, dass die meisten dieser Staaten Israel nicht einmal anerkennen, ist es kaum weltbewegend, dass dieses spezielle UN-Gremium eine Anti-Israel-Agenda unterstützt.

Wer leitet die ESCWA?
Chefin der ESCWA ist die Jordanierin Rima Khalaf. 2015 drängte der damalige israelische UN-Botschafter Ron Prosor die interne Kontrollkommission der UNO, Ermittlungen über sie einzuleiten. Seinerzeit wurde folgendes berichtet (Hervorhebung d. Aut.):

Rima Khalaf. Foto Chatham House - Flickr, CC BY 2.0, Wikimedia Commons.
Rima Khalaf. Foto Chatham House – Flickr, CC BY 2.0, Wikimedia Commons.

Prosor nannte eine Reihe von Beispielen, darunter ihre Unterstützung für den am 29. Juni unternommenen „illegalen und provokativen Versuch“, die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen, eine Äusserung vom 7. Juli, die, wie er sagte, „Terrorismus mit einem Kampf für ‚Gerechtigkeit’ gleichsetzt“ sowie, im März 2014, das, was er einen „von Hass getriebenen Bericht“ über arabische Integration nennt, „der wieder einmal Hetze gegen Israel fördert, indem Israel für die Missstände in der arabischen Welt verantwortlich gemacht wird“.

Frau Khalafs empörende Kritik am Staat Israel und die von ihr betriebene Diffamierung seiner Regierung untergraben die Integrität der Vereinten Nationen und stellen ein ernsthaftes Fehlverhalten nach UN-Standards dar“, schrieb Prosor in einem Brief vom 27. Juli 2015. „Ich rufe Sie dazu auf, eine sofortige Untersuchung dieser Angelegenheit einzuleiten.“ […]

In einer Ende Februar 2014 gehaltenen Rede sprach Khalaf von „Israels unerbittlichem Beharren darauf, ein jüdischer Staat zu sein, was sowohl gegen die Rechte der muslimischen als auch der christlichen indigenen Bevölkerung verstösst und das Konzept der ethnischen und religiösen Reinheit eines Staates wiederbelebt, welches im Verlauf des 20. Jahrhunderts ungeheuerliches menschliches Leid verursacht hat“.

Prosor wandte sich vehement dagegen, dass sie Israel vorwarf, „religiöse und ethnische Reinheit zu praktizieren – so wie die Nazis im Zweiten Weltkrieg und gegen die im Bericht von März 2014 erhobene „schockierende Behauptung“, dass Hitler bestrebt gewesen sei, die Auswanderung von deutschen Juden nach Palästina zu fördern, wo er in Wahrheit für die Ermordung von sechs Millionen Juden verantwortlich war.

Wer hat den ESCWA-Bericht erstellt?
Einer der Autoren des Berichts ist Richard Falk, ein früherer UN-Sonderberichterstatter. Immer wieder wurde er wegen seines Antisemitismus und seiner extremen Anti-Israel-Kommentare angeprangert. Zu den „Glanzlichtern“ von Falks Amtszeit bei der UNO gehörte etwa, dass er die „amerikanische globale Herrschaft“ und „Tel Aviv“ für die Anschläge auf den Boston Marathon verantwortlich machte; dass er versuchte, die proisraelische Menschenrechtsgruppe UN Watch daran zu hindern, an Sitzungen des UNHRC teilzunehmen, und die Veröffentlichung von antisemitischen Cartoons und Artikeln auf seinem Blog. Vertreter der USA haben Falk regelmässig und wiederholt zum Rücktritt aufgerufen.

UN Watch hat den offenen Antismitismus auf Falks Blog hier dokumentiert.

Anti-Israel-Aktivisten und die BDS-Bewegung haben die Gelegenheit, die dieser Bericht bietet, bereits ergriffen, um ihre eigenen Hassaktivitäten voranzubringen. Dass er in die Nachrichten kam, reicht aus, um Israel zu schaden, selbst wenn die Mainstreammedien darüber relativ ausgewogen berichten.

Quellen: HonestReporting, UN Watch, ESCWA

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  • Lustenberger Uri

    Swen Widmer: SIE sollten Verantwortung übernehmen! Wem wollen sie imponieren mit ihrer lächerlichen, realitätsfremden und hinterlistigen Argumentation ? Mahmud Abbas, dem mandatslosen PA Chef, Geschichtsklitterer und Holocaust-Leugner in Ramallah, oder dem Hamas Chef Yahy Sinwar in Gaza…?! Diese beiden Herren würden ihnen sicher auf die Schulter klopfen und sie mit Lob überschütten, so wie SIE den ESCWA Bericht dieser arabischen UN Kommission verteidigen. Erstaunlich mit welcher Arroganz und Selbstherrlichkeit sie noch behaupten; Israel müsse Lehren aus diesem Bericht ziehen… Unglaublich !!!
    Die Formel: Frieden gegen Land in diesem komplexen israelisch- arabisch, palästinensischen Konflikt funktioniert nicht.
    Seit 2011 sind im syrischen Bürgerkrieg über eine halbe Million (500’000) Menschen umgekommen. Nicht annähernd so viele Tote gab es seit der Staat Israel existiert, in 5 Kriegen, 2 Palästinenser Aufstände und kriegerische Auseinandersetzungen in Gaza.

  • nussknacker56

    „… wie auch immer sie heißen moegen …“
    „… brauche ich mich auch nicht hinter einem pseudonym zu verstecken …“

    Herr Widmer,
    abfällige Bemerkungen über Nicknamen haben hier nichts zu suchen und sind nicht Gegenstand der Diskussion. Wenn Sie Ihren Klarnamen verwenden, ist das allein Ihre persönliche Entscheidung, die weder Argumente ersetzt noch diesen ein besonderes Gewicht verleiht und schlussendlich auch nicht von den Regeln der Netiquette entbindet.

    Sie stellen Behauptungen auf, für die Sie den Nachweis schuldig bleiben. Sie kritisieren obige Entgegnung zu dem UN-Bericht ohne konkret zu benennen, was daran falsch ist. Und Sie fragen, ob ich den „Bericht“ gelesen habe. Nein, habe ich nicht, ich muss nicht jeden Wisch gelesen haben um mir über diesen eine Meinung zu bilden. Absender und Stossrichtung sind ein wichtiges Indiz, eine fundierte Kritik (s.o.) klärt den Rest. Wenn Sie an dieser Kritik sachliche Fehler entdecken, bitte ich um Angabe derselben.

    Noch ein paar Bemerkungen:

    Die von Ihnen angeführte eingeschränkte oder „gaenzlich inexistente Bewegungsfreiheit“ gibt es nicht, um arabische Anlieger zu ärgern sondern um zu verhindern, dass diese nach Belieben israelische Bürger ermorden. Ich bin zwar kein Schweizer, vermute aber, dass auch dort Menschen, die anderen nach dem Leben trachten, ebenfalls mit einer Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit rechnen müssen.

    Herr Widmer, ich setze mich gerne mit Gegenargumenten auseinander. Billige Propaganda wie im Falle dieses UN-Papiers haben mit diesen jedoch nichts gemein. Der Apartheidvorwurf gegen Israel ist eine gezielte und infame Hetze, die nichts mit Argumenten oder der Wahrheit zu tun hat.

    • Swen Widmer

      Herr nussknacker:

      Nein, wir betreiben in der Schweiz keine segregation nach ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit wie sie dies offenkundig propagieren. Dafür haben wir ein sehr streng ausgelegtes anti Rassismus Gesetz. Auch gibt es keine Beschränkung der Bewegungsfreiheit wobei selbst das rayonverbot für Flüchtlinge soeben aufgehoben wurde.

      Wenn ich ihre expliziten aussagen deute schaetzen sie die aktuelle Haltung in den besagten gebieten gegenüber der arabischen Bevölkerung. Das ganze weckt in mir Erinnerung an den Geschichtsunterricht und ich stehe mit dieser Haltung zunehmend nicht alleine da. Das schlechte gewissen Europas ist mit dem aktuellen Generationenwechsel am aussterben und die Haltung gegenüber Minderheiten auch in palaestina wird zunehmend nicht mehr geduldet.

      Israel verspielt sich aktuell die Chance auf eine nachhaltige Anerkennung als Rechtsstaat mit allen normen die dafür erfüllt sein muessen.

      Der Bericht enthaelt Fakten die ihnen nach ihrem letzten post durchaus bewusst zu sein scheinen. Ein Dokument rein aufgrund des Autors als Pamphlet abzustempeln zeugt aus meiner sicht nicht gerade von Weltoffenheit.

      • Walter Roth

        Sven Widmer………………….

        Sie haben einen grossen Nachholbedarf….ich hingegen haben seit Mosche Dayan alles Täglich miterlebt und mitverfolgt.

        In der Politik braucht es einen breiten Horizont.

        Heute habe auch gerade an den Autor Grandt einige Zeilen geschrieben, auch er ein zwar gebildeter belesener aber trotzdem auf einem Auge Blinder.

        —————————————————————————————–

        Tatsache ist, dass im Gaza und Westjordanland Terroristen die Macht ausüben.
        Die Hamas ist reiner Terror, die Fatah regiert seit Jahren ohne jede demokratische Legitimation.

        Die Hamas lässt Foltern und Morden ohne Gerichtsurteil und lebt von den Geldern der UNWRA die teilweise von Hamas Leuten unterwandert ist.
        Besieht man sich die Liste der Gütertransporte die Israel in den Gaza lässt, findet man hunderte Lastwagen die Täglich passieren können.
        Aber eben nicht unbedingt Güter die für Waffen und Tunnelbau geeignet sind.

        Die Hamas müsste lediglich Wahlen abhalten die den Namen verdienen und Dinge tun …..wie Israels Existenzrecht anerkennen, dem Terror abschwören und die Lage würde sich normalisieren.
        Die Hamas hat gerade die Errichtung eines See und Flughafens usw. abgelehnt, den ihnen Israel bauen wollte …….für einen Verzicht auf Tunnelbau und Terror.
        Vergessen wir nicht, dass aus dem Gaza in den letzten 15 Jahren wohl um die 15`000 Raketen gegen Israel abgefeuert wurden.
        –——————————————————————
        Die Fatah ist nicht viel besser, auch die Regierungszeit von Abbas ist seit Jahren abgelaufen, Neuwahlen aber finden keine statt. Folter und Menschenrechtsverletzungen sind Standard und sogar in den Kinderbüchern der Kindergärten wird Terror und Mord an Israelis als eine erstrebenswerte Glanzleistung gepriesen.

        Auch die Fatah lebt zu grossen Teilen von UNWRA-Geldern ……mit denen sie inhaftierten Terroristen oder deren Angehörigen ein Gehalt zahlt, selbst wenn diese bei ihren Taten Kleinkinder ermordeten.

        Seit Jahren gibt es keinerlei Anstrengungen die Situation zu normalisieren., ….während dem sich Israel immer noch an die Camp-David und Osloer Abkommen hält.

        Siedlungen bauen sie nur in den sogenannten C-Gebieten, also auf Land welches laut dem Abkommen von damals, welches die Palis ja auch unterzeichnet haben, zukünftig zu Israels Stammland gehören soll.
        Israel baut Siedlungen nach den Gesetzen und auf Grund von Verträgen. Die Fatah lässt rund um Jerusalem Siedlungen bauen ohne geprüfte Baupläne, ohne Kanalisation und Wasser aus dem einzigen Grund, man will Fakten schaffen, Jerusalem eingrenzen und Israel das ausbauen verunmöglichen. Dazu wird hochgezogen was nur geht.

        Und dann kommt ein Grandt daher und erzählt uns solche Dinge.

        Herr Grandt, damit entwerten sie ihre Bücher als ganzes, …….denn es ist mir nicht klar ob sie bei denen nicht auch so schludrig recherchiert haben wie beim Thema Gaza.

      • Walter Roth

        Und ja, das viel besungene Rückkehrrecht……………..

        Auch Israelis haben demzufolge ein Rückkehrrecht.
        Es gibt noch etliche Millionen auf der Welt.

        Normalerweise ist der Flüchtlingsstatus Völkerrechtlich jedoch nicht vererbbar. Bei den Palis aber schon, einfach so……


        Das Rückkehrrecht der Palis, nachdem sie mehrere Kriege angefangen haben, steht also auf Völkerrechtlich sehr wackeligen Füssen.
        Denn …..es gab vor Israel keinen Staat dort, diese sogenannten Flüchtlinge waren Bürger Jordaniens, Syriens, Ägyptens und des Libanons. Diese Menschen hatten Pässe aus eben den Ländern, waren Einwohner dieser Länder.

        Ein Einwohnergesetzgebung hätte der neue Staat Israel erst noch schaffen müssen. dabei wäre auch zu klären gewesen wer überhaupt Bürger Israels wird. Ob Jordanier die im Kernland wohnen nun automatisch israelische Bürger sind, oder was ?

        Da gab es viele Fragen zu klären und Gesetzlich zu regeln.
        dazu kam es aber nicht, denn die Araber fingen 1948, wenige Stunden nachdem Israel ausgerufen wurde, einen Krieg an.
        Dieser Krieg führte zu einer Flüchtlingswelle und diese Flüchtlinge samt deren Nachkommen sind die hauptsächlichen Bewohner der Lager seit damals. Sie werden dort als politische Erpressungsmasse verwendet. Deren Schicksal interessiert keinen Araber wirklich.

        Beispielsweise Jordanien, das Land hätte sie ganz einfach normal leben lassen können, ein Teil dieser Flüchtlinge war ja Jordanier und sie lebten ja in einem Gebiet welches Jordanien sogar annektieren wollte. Warum dann nicht auch die Menschen dort akzeptieren ?
        Nun ja, nach den Osmanen war es eben Mandatsgebiet und Jordanien existierte da zu Anfang noch gar nicht.

        Aber warum nahm man sich dieser Menschen nicht an……?
        Tja, ein Grund ist sicher das “Araber” sich seit jeher immer nach Stämmen definierten.
        Und die Regierung im Jordanien wollte nicht angehörige aller Stämme im Land haben, denn diese führten seit Jahrtausenden auch immer Krieg gegeneinander. Feindschaften pflegen waren eine alte Passion dieser Stämme.
        Sie waren eben kein Staatsvolk der Jordanier, sondern sagen wir mal “Hobitas”, ein Stamm der dort lebte.
        Man machte aus den Menschen dort, erst in den 50-igerjahren Palästinenser, eine Ethnie die es so zuvor nicht gab. Nicht unter den Türken, nicht unter den Arabern, einen Stamm der Palis gab es nicht.

        Die Israelis führten in den frühen 20-igerjahren übrigens Verhandlungen mit den Arabern vor Ort, und deren Stammesfürsten erteilten ihre Zustimmung zur Besiedlung durch die Juden. So viel ich das gerade noch im Kopf habe, war das 1921.
        Bitte einmal nachschlagen uns erlesen.

        Die Araber die in Israel geblieben waren, die leben Heute immens besser wie alle anderen in den Arabischen Ländern.
        Der Richter am obersten Gerichtshof der Ehud Olmert wegen Korruption verurteilte, dass war ein Arabischstämmiger Israeli.
        Araber haben in Israel als Israelische Bürger also durchaus Möglichkeiten………………

      • nussknacker56

        Lieber Herr Widmer,

        ich mag schwarzen Humor – selbst dann, wenn er unfreiwillig ist. Sie schreiben „Israel verspielt sich aktuell die Chance auf eine nachhaltige Anerkennung als Rechtsstaat“. Das ist köstlich, pure Satire, Herr Widmer. Einfach großartig.

        Wer befindet denn in dieser Inszenierung über die „Normen, die dafür erfüllt sein müssen“? Die händchen-aufhaltende PA, die Sieg-Heil-Laiendarsteller Hamas und Hisbollah, der Friedensfreund Assad, der „lupenreine Demokrat“ Putin, die Teheraner Seil- und Aufzugs-Spezialisten oder ein Vertreter der europäischen Freunde dieser ehrenwerten Gesellschaft?

        Beim Rest Ihres Schreibens habe ich den wiederholten Eindruck, dass Sie es vermeiden, sich ernsthaft auf strittige Punkte einzulassen. Aber das macht nichts – obige Einlassung macht alles wett.

        • Swen Widmer

          Herr Nusknacker,

          Sie versuchen wiederholt Sachlagen zu mischen.
          Wenn Sie sich dabei amüsieren dann freut mich das denn nichts ist gesünder als herzlich zu lachen auch wenn dies nicht meine Absicht war.

          Sie können es verleugnen oder nicht:
          Israel steht zunehmend alleine da und ich stehe dazu das sich Israel im Moment viel des hart erkämpften Goodwills verspielt – ob Ihnen das passt oder nicht spielt dabei keine Rolle.

  • Swen Widmer

    Ihre hasserfüllten Worte lassen mich schaudern Herr Roth.

    Israel waere das wohl erste Land welches einen Vorteil aus Atomwaffen ziehen kann. Dies obwohl israel bei einem Einschlag eines einzigen nuklearsprengkopfes egal welcher Leistungsklasse nicht mehr existent waere.

    Jede Aktion erzeugt eine Reaktion : Grundlage des systemdenkens

  • Christin

    Ich sehe, Sie sind nicht bereit Beispiele zu bringen, die belegen, dass die PA Verantwortung übernimmt. Aber es wundert mich nicht. Schade, Herr Widmer. Es wäre eine Chance für Sie zu belegen, dass die PA Verantwortung übernimmt. Da sie dies nicht tut, müssen Sie so reagieren, wie Sie es tun. Vielleicht denken Sie mal drüber nach.

  • Swen Widmer

    Nun, ob man es Apartheid nennt oder nicht – die Faktenlage in dem Bericht lässt sich nicht leugnen. BDS ? wofür? bringt nichts : Israel muss endlich Verantwortung übernehmen wie das jeder andere Staat auch tun muss

    • Christin

      Israel übernimmt Verantwortung. Aber welche übernimmt die PA. Stimmt, eine. Bezahlung Häftingsgehälter an die Mörder von Juden. Bis zu 3.000 Dollar im Monat. Toll?

      • Swen Widmer

        Welche verantwortung übernimmt israel denn christin? Das würde mich jetzt wirklich brennend interessieren? Desweiteren bringt es nichts 2 unterschiedliche sachlagen zu mischen denn bekanntermassen bringt dies keine lösung.

        • Christin

          Möchten Sie sich nicht zu den Häftlingsgehältern äußern? Schade. Hätte gerne Ihre Meinung gewusst, ob Sie es ok finden.

          Welche Verantwortung übernimmt Israel? Z.B. Palästinenser Arbeit geben, die die PA ja verweigert, obwohl sie Geld dafür von der Staatengemeinschaft erhält. Den Schutz von pal. Christen, die durch die PA verfolgt werden. Die Pal.gebiete liegen auf Platz 23 des Christenverfolgungsindex. vor 5 Jahren war es noch Platz 44. Tolle Steigerung, oder? Hat die PA schon mal einen Terroristen verurteilt? Ne, sie suchen ihn nicht mal, dafür benennen die Plätze, Schulen und Sportveranstaltungen nach ihm. Klasse, ganz nach dem Motto: nur ein toter Jude ist ein guter Jude.

          In Israel werden Palästinenser kostenlos in den Krankenhäusern behandelt. Googeln Sie mal nach Shevet Achim. Die israel. Regierung hat die Behandlung von mehreren tausend Syrer bezahlt, die Opfer des Krieges in Syrien wurden, darunter hunderte Kinder. Teilweise mit den aufwändigsten Operationen, Mehrfachoperationen. Interessiert nicht,oder?

          Israel übernimmt Verantwortung: Sie sind mit am schnellsten, wenn irgendwo ein Erdbeben oder ein Tsunami ausbricht und Hilfe benötigt wird. Sie haben in Afrika Projekte, die der Bevölkerung helfen. Wer Hilfe benötigt und will, bekommt sie. Wer allerdings meint, dass man mit Lügen weiterkommt,wie Abbas vor dem EU Parlament (ein Rabbiner hat die israel. Regierung aufgefordert, Brunnen zu vergiften: Antisemitismus der übelsten Art und er musste nachher zugeben, dass es gelogen war, denn ein Rabbiner mit dem Namen gab es nicht. Oder der angeblich tote 12-jährige, der zum Judenabstechen unterwegs war und angeschossen wurde. Als die israel. Medien die Bilder des äußerst lebenden Jungen zeigten, war Abbas auch noch empört. Ich habe übrigens damals bei der pal. „Botschaft“ in Deutschland nachgefragt, wie Abbas dazu käme, so eine Behauptung aufzustellen. Was bekam ich als Antwort? Er ging halt davon aus. Tja, von was man alles ausgehen kann. Nur dort heißt dies, dass man damit wieder welche zum Morden anstachelt. Aus Rache für den Jungen, der eben nicht tot war.

          So jetzt habe ich Ihnen mal ein paar Beispiele genannt, jetzt dürfen Sie nachziehen: Wo und für was übernehmen die Pal. Verantwortung?

          • Swen Widmer

            Christin : welchen Kontext ergibt sich aus den ausführlichen groesstenteils belegbaren aussagen zu dem Bericht ? Ich bin weder ein PA befuehrworter noch ein Israel haßer .

            Es ist unbestritten das Israel sich mit der aktuellen Haltung zunehmend isoliert was für den (von vielen ungewollten) Friedensprozess nicht foerderlich ist.

            Ich empfehle den Bericht zu lesen – mit der PA oder PN hat dieser nur am Rande etwas zu tun.

        • nussknacker56

          Israel trägt für seine Bürger, ob jüdischen oder muslimischen Glaubens, die Verantwortung wie jeder andere Staat. Zusätzlich muss für deren Schutz vor den Vernichtungswünschen der umliegenden Stämmen, Clanführer und Warlords gesorgt werden. Wo kommt man dem nicht nach, Herr Widmer? Und von was für einer „Faktenlage“ reden Sie?

          • Christin

            Er meint die rein arabische Kommission, die nach seiner Ansicht so absolut glaubwürdig ist. Schließlich müssen die Israelis ja die Bösen sein. Wenn man Fakten nur übernimmt und nicht nachprüft, dann kommt genau das dabei heraus. Aber manche glauben ja alles, Hauptsache es richtet sich gegen Israel und Juden. Apartheid, ja es gibt einen Ort in Israel wo diese praktiziert wird: auf dem Tempelberg durch die Muslime. Aber davon sollte man sich halt mal selbst überzeugen. Aber man müsste ja hinreisen.

    • nussknacker56

      „… ob man es Apartheid nennt oder nicht“

      Nun, der Vorwurf der Apartheid ist entweder Fakt oder eine Lüge. Dass eine Unterstellung, wie das Verbrechen der Apartheid, als rhetorischer Trick verwendet wird, zeigt die Verkommenheit der Urheber dieser Behauptung. Daraus folgt, dass schon ein Eingehen auf diesen Anwurf absurd ist. Es geht den Erfindern dieser infamen Lüge um was ganz anderes: Sie wollen das Thema bestimmen – was ihnen unter willfähriger Mithilfe von NGOs und politischen Institutionen mit Erfolg gelingt – und sie wollen die Gegenseite mit ihren Anwürfen „beschäftigen“.