Foto Wheelchairs of Hope / Facebook.com

Hunderte farbenfroher, preiswerter Leichtgewichtrollstühle sind auf dem Weg zu behinderten Kindern in Israel, den von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwalteten Gebieten und nach Peru und Tadschikistan.

Dank der Vision von Pablo Kaplan, dem ehemaligen Vizepräsidenten von Keter Plastic, einem israelischen multinationalen Unternehmen, werden in Israel entwickelte und hergestellte farbenfrohe Leichtgewichtrollstühle aus Plastik an hilfebedürftige Kinder in Israel, in die von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwalteten Gebiete, nach Peru und Tadschikistan verteilt.

Wie ISRAEL21c vor knapp zwei Jahren berichtete, riefen Kaplan und sein früherer Kollege bei Keter Chava Rotshtein die humanitäre Mission Wheelchairs of Hope („Rollstühle der Hoffnung“) ins Leben, um Entwicklerfirmen innovative, speziell für gehbehinderte Kinder entwickelte Rollstühle produzieren zu lassen.

Die preiswerten Leichtgewichtrollstühle aus robustem Plastik in Farben, die Kindern gefallen, kommen auch mit schwierigen Strassenverhältnissen zurecht, müssen nicht gewartet werden und lassen sich einfach zusammenbauen.

Über ihre Kontakte zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Schweiz, dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) erfuhren sie, dass rund sieben Millionen Kinder einen Rollstuhl benötigen.

Die israelischen Unternehmen Ziv-Av Engineering Group und Nekuda Design Management fanden einen Weg, die Rollstühle für lediglich 100 US-Dollar pro Stück herzustellen. Mithilfe eines riesigen 3D-Druckers erstellte Prototypen wurden von Mitarbeitern der ALYN Rehabilitationsklinik für Kinder in Jerusalem getestet und weiterentwickelt. Die Patentierung erfolgte mit kostenloser Unterstützung der Anwaltskanzlei Reinhold Cohn.

ALYN veranstaltet am Mittwoch, den 7. Dezember eine Feier anlässlich der Lieferung der ersten 250 „Rollstühle der Hoffnung“ an Kinder unter neun Jahren in Israel und den von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwalteten Gebieten, in Zusammenarbeit mit der WHO, dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten Israels, UNICEF, der israelischen Innovationsbehörde, USAID und verschiedenen Rehabilitationsorganisationen, darunter Beit Issie Shapiro in Ra’anana.

Einige der Rollstühle sind für syrische Flüchtlingskinder bestimmt. Darüber hinaus verteilen eine gemeinnützige Stiftung und die WHO mehr als 600 „Rollstühle der Hoffnung“ an behinderte Kinder in Peru und Tadschikistan.

Organisationen wie das IKRK hätten die Rollstühle gerne zu ihrer Verfügung, um sie nach Notfällen oder Naturkatastrophen verteilen zu können und sie hilfebedürftigen Kindern in Ländern wie Äthiopien und der Dominikanischen Republik zukommen zu lassen.

„Es geht nicht um den Rollstuhl als solches, sondern um die Mobilität und die Unabhängigkeit, die er Kindern verleiht, die sonst keinen Zugang zur Schule oder zum Gemeinschaftsleben hätten“, so Kaplan.

Auf Englisch zuerst erschienen bei Israel21c.

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