Isabel Apawo Phiri (rechts) mit Pastor Olav Fykse Tveit. Foto Marianne Ejdersten/ÖRK

Eine afrikanische Theologin wollte im Auftrag des „Ökumenischen Begleitprogramms in Palästina und Israel“ (EAPPI) nach Bethlehem reisen, um dort an einer Veranstaltung teilzunehmen, auf der für einen Boykott Israels geworben wurde. Weil sie offenbar nur ein Touristenvisum hatte, wiesen die Grenzbeamten am Flughafen Tel Aviv sie zurück. Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK), der hinter EAPPI steht und sich ebenfalls für einen Boykott Israels starkmacht, gibt sich überrascht und wütend.

In „Dry Bones“, der traditionsreichen Cartoonreihe, die in israelischen und amerikanischen Zeitungen erscheint, gab es kürzlich die witzige Zeichnung einer fiktiven, aber nicht abwegigen Szene an einem israelischen Flughafen: Ein Mann, der einen Hut mit der Aufschrift „BDS“ – die Bewegung, die einen Boykott gegen alle jüdischen Israelis und deren Produkte fordert – trägt und ein Transparent mit der Aufschrift „Stranguliert den jüdischen Staat“ vor seinem Körper hält; ausserdem hat er in jeder Hand einen Luftballon: Auf dem einen steht „Boykottiert Israel“, auf dem anderen ist ein Davidstern zu sehen, der durch ein Gleichheitszeichen mit einem Hakenkreuz gleichgesetzt wird. Daneben stehen zwei Personen, offenbar israelische Grenzbeamte. Sie blicken recht gelangweilt und ratlos drein, während einer den anderen fragt: „Sollten wir diesen hier vielleicht mal anhalten?“

Der Cartoon spiegelt die groteske Situation wider, dass Israel, der am meisten bedrohte und angefeindete Staat der Welt, eine offene Tür für seine Feinde hat, die nach Belieben ein- und ausreisen können – egal, ob sie kommen, um die arabische Bevölkerung gegen Israel aufzuhetzen, an mitunter gewalttätigen „Demonstrationen“ teilzunehmen, israelische Sicherheitskräfte zu provozieren oder um Material zu sammeln, das sich irgendwie eignen könnte, um Israel in den elektronischen Medien in ein schlechtes Licht zu setzen.

Warum leistet sich ausgerechnet Israel diese ultraliberale Visapolitik? Einerseits aus dem Wissen heraus, nichts vor der Welt zu verbergen zu haben; andererseits aufgrund der naiven – und stets aufs Neue widerlegten – Annahme, dass diejenigen, die die Lage in Israel mit eigenen Augen gesehen haben, diese auch wahrheitsgemäss wiedergeben werden. Und wahrscheinlich auch aus Angst vor jenen europäischen Regierungen und Kirchen, die finanziell und organisatorisch hinter zahlreichen dubiosen Organisationen stehen, deren Tagesgeschäft es ist, Israel schlecht zu machen (als wenn Israels Nachgiebigkeit sie jemals besänftigt hätte).

Doch zurück zu unserem Cartoon. Anfang des Monats, darauf spielt er an, wurde zum ersten Mal ein Mitglied einer jener kirchlichen Gruppen, die es als ihre wichtigste Mission betrachten, Israel international zu ächten und zum Paria zu machen, an der Einreise in just eben dieses Land gehindert. Es handelte sich um eine aus Malawi stammende Frau namens Isabel Apawo Phiri. Dass ihr das von ihr beantragte (Touristen-) Visum verweigert wurde, wurde übrigens offenbar nicht mit ihrer politischen Gesinnung begründet, sondern damit, dass sie in Wirklichkeit nicht als Touristin kam.

Weltkirchenrat empört

Dazu später mehr. Hören wir zuerst, wie aufgebracht der in Genf ansässige Ökumenische Rat der Kirchen (auch: Weltkirchenrat), in deren Auftrag sie reiste, reagierte. ÖRK-Generalsekretär Pastor Dr. Olav Fykse Tveit, teilte in einer Presseerklärung mit:

„In einem beispiellosen Vorgehen gegenüber einer hochrangigen Mitarbeiterin des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) und Vertreterin der ökumenischen Bewegung wurde gestern die beigeordnete ÖRK-Generalsekretärin Prof. Dr. Isabel Apawo Phiri am internationalen Ben-Gurion-Flughafen festgehalten, verhört und ausgewiesen.“

Der ÖRK bedauere „zutiefst die israelische Feindseligkeit gegenüber den ÖRK-Initiativen für einen gerechten Frieden für sowohl Palästinenser als auch Israelis“.

Man achte auf die Formulierung „gerechter Frieden“, die auch von der katholischen Bewegung Pax Christi stets benutzt wird. Der von Pax Christi und dem ÖRK angestrebte „Frieden“ ist eben kein wirklicher Frieden – dann würde es ja reichen, „Frieden“ zu sagen –, sondern das Gegenteil, ein „Frieden“, der erst hergestellt werden kann, wenn Israel kapituliert hat. Der „gerechte Frieden“ ist ein „Frieden“, der nicht ausgehandelt wird, sondern nur durch Boykott, also Wirtschaftskrieg erreicht werden kann, an dessen Ende der Sieger die Bedingungen diktiert. Der „gerechte Frieden“ entspricht ziemlich genau dem, was man in Deutschland im Ersten Weltkrieg „Siegfrieden“ nannte: Nicht Frieden jetzt, sofort, ohne Vorbedingungen, sondern erst, wenn der Feind am Boden liegt und alle Kriegsziele erreicht sind. Wenig bis gar nichts hat man vonseiten des ÖRK übrigens in den letzten fünf Jahren zur Situation der verfolgten Christen in muslimischen Ländern gehört.

Wohin wollte Isabel Phiri in Wahrheit reisen?

Phiri, so Pastor Tveit und der ÖRK weiter, sei unterwegs gewesen „zu geplanten Konsultationen mit Kirchenleitenden in Jerusalem im Rahmen des Ökumenischen Begleitprogramms in Palästina und Israel (EAPPI)“. Es mag gut sein, dass sie, wo sie nun schon mal gerade in der Region war, tatsächlich vorhatte, „Konsultationen mit Kirchenleitenden in Jerusalem“ abzuhalten. Das kann aber nur ein Nebenprogramm gewesen sein, ein Abstecher. Der Hauptgrund ihrer Reise – der in der Presseerklärung nicht erwähnt wird – war es, in Bethlehem an der grossen Feier zum „Jahrestag der Gründung der ökumenischen Bewegung ‚Kairos Palestine’“ teilzunehmen. Pastor Tveit hätte das eigentlich wissen müssen, schliesslich war er dort ja der Hauptredner und hat die Abwesenheit von Frau Phiri in scharfen Worten beklagt.

Was ist „Kairos Palestine“?

Was wurde bei der Veranstaltung, die Frau Phiri verpasst hat, genau gefeiert? „Kairos Palestine“ ist eigentlich keine Bewegung, sondern ein Manifest, welches vor sieben Jahren, im Dezember 2009, in Bethlehem veröffentlicht wurde. Darin wird ganz Israel als „Besatzung“ qualifiziert, welche es zu beenden gelte. Die Auflösung des israelischen Staates also ist das Ziel, schon dessen Gründung 1948 sei ein schwerer Fehler gewesen, heisst es im „Kairos“-Manifest: „Der Westen versuchte, das Unrecht, das Juden in den Ländern Europas erlitten hatten, wiedergutzumachen, aber diese Wiedergutmachung ging auf unsere Kosten in unserem Land. Unrecht sollte korrigiert werden; das Ergebnis war neues Unrecht.“ Zwei Sätze, die typisch sind für den intellektuellen und moralischen (bzw. unmoralischen) Gehalt dieses Textes: Der UN-Teilungsplan, ein Kompromiss, der nicht nur von den Westmächten, sondern auch von der Sowjetunion und vielen Ländern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens unterstützt wurde, wird als Verschwörung des Westens zugunsten der Juden interpretiert. Antisemitische Verschwörungstheorien gehören leider in vielen Ländern des Nahen Ostens zur politischen Kultur, und das ist genau der Ungeist, der aus dem ganzen „Kairos“-Dokument spricht.

Damit auch Holocaustleugner es unterzeichnen können, wird die Vernichtung von sechs Millionen Juden vage als das „Unrecht“ bezeichnet, das durch die Gründung Israels „korrigiert“ (!) worden sei, aber „neues Unrecht geschaffen“ habe. Die eigentlichen Opfer des Holocaust wären demnach die arabischen Palästinenser – auch dies ein leider allzu gut bekannter Topos. Als Mittel, um Israel zu zerstören, empfehlen die Autoren von „Kairos Palestine“ einen Wirtschaftsboykott.

Ist es nicht irgendwie ironisch, dass jemand nach Israel reisen will, um dort an einer Feier des Israelboykotts teilzunehmen und sich dann darüber beklagt, dass diejenigen, die er boykottieren will, ihn davon abhalten, gegen seinen Vorsatz des Boykotts zu verstossen? Ja, es wird einem schwindelig, wenn man darüber nachdenkt.

Wer ist EAPPI?

Ein paar Worte zum Projekt EAPPI, dem „ökumenischen Begleitprogramm in Palästina und Israel“. Es ruft christliche Freiwillige aus aller Welt dazu auf, drei Monate in Israel zu verbringen, mit dem erklärten Ziel, „verwundbaren Gemeinden eine schützende Präsenz zu bieten und Menschenrechtsverletzungen zu beobachten und zu melden“.

Doch wie Audiatur-Online vor einigen Monaten berichtete, vermuten viele israelische und christliche Organisationen, dass sich unter der Hülle des EAPPI-Projekts noch mehr verbirgt. Einige, allen voran Pater Gabriel Naddaf vom Christian Empowerment Council in Israel, werfen dem EAPPI Voreingenommenheit gegen Israel, Antisemitismus, eine dubiose Finanzierung und illegale Aktivitäten vor.

„Das EAPPI läuft jedem christlichen und moralischen Wert zuwider“, sagt Pater Naddaf, der auch der geistliche Führer der aramäisch-christlichen Gemeinde in Israel ist, gegenüber der Nachrichtenagentur Tazpit (TPS). “EAPPI missbraucht auf zynische Weise die Heilige Schrift, die Bibel und das Neue Testament und dazu auch noch israelische Christen, zu dem Zweck, seine antiisraelischen und antisemitischen Aktivitäten zu legitimieren – Aktivitäten, die einer wahren Koexistenz und den jüdisch-christlichen Beziehungen in Israel und auf der ganzen Welt schaden und die zudem den Antisemitismus stärken“, so Pater Nadaff weiter.

Hören wir noch einmal, was Pastor Tveit sagt: Im „Verhör“ Phiris, so Tveit, sei das „EAPPI-Programm“ auf „völlig unzutreffende Weise abqualifiziert“ worden. Er sei „bestürzt, dass das israelische Innenministerium seine Entscheidungen anscheinend auf falsche und unzuverlässige Quellen stützt“. Leider sagt Tveit nicht, auf welche Weise das „Programm“ „abqualifiziert“ wurde und was daran seiner Meinung nach „völlig unzutreffend“ ist. Trotzdem lässt sich sein Argument leicht zurückweisen: Die einzigen Quellen, die man benötigt, um sich ein Urteil darüber zu bilden, was für eine Art von Organisation EAPPI ist und welche Ziele sie verfolgt, sind die Verlautbarungen, die EAPPI entweder ausdrücklich unterstützt – wie „Kairos Palestine“ – oder die es selbst herausgibt, wie etwa die SchriftFaith Under Occupation“ („Glaube unter Besatzung“) von 2012. Unter der Überschrift „50 Wege zum Handeln für Frieden und Gerechtigkeit“ werden dort u.a. aufgeführt:

  • „Verwende eine klare und unmissverständliche Sprache, darunter solche, die gegen Apartheid und Kolonisierung protestiert.“
  • „Stärke Netzwerke für Sanktionen und das Ende der US-Hilfe für Israel.“
  • „Greife Israel vor örtlichen und internationalen Gerichten an.“
  • „Schliesse dich der Kampagne für Wirtschaftsboykott an … [sowie der] Kampagne für einen kulturellen und akademischen Boykott an.“
  • „Stemme dich gegen die zionistischen Versuche, Wikipedia zu manipulieren.“

Muss man noch mehr über EAPPI wissen? Audiatur-Online wandte sich an NGO Monitor, einer in Jerusalem ansässigen akademischen Organisation, die das Treiben ausländischer oder vom Ausland bezahlter NGOs in Israel beobachtet, mit der Bitte um eine Einschätzung des Falls. Olga Deutsch, die Europadirektorin von NGO Monitor, schreibt in einer E-Mail:

„Zum ersten Mal gehen die israelischen Behörden den Aktivitäten einiger Organisationen und Individuen nach, die als Touristen nach Israel einreisen. Isabel Apawo Phiri ist nur einer der Fälle der letzten Monate, bei denen das Einreisevisum wegen gegen Israel gerichteter Aktivitäten verweigert wurde. Die von Pastor Dr. Olav Fykse Tveit, dem ÖRK-Generalsekretär, vorgebrachte Behauptung, dass der Weltkirchenrat BDS nicht unterstütze, überrascht uns nicht, ist aber nicht wahrheitsgemäss.“ NGO Monitor verfolge die Aktivitäten des ÖRK seit vielen Jahren. „Das Zentralkomitee des ÖRK bewirbt das Kairos-Palestine-Dokument, in dem Terrorismus verharmlost wird, macht Werbung für BDS und leugnet, dass es irgendeine religiöse und historische Verbindung der Juden zu irgendeinem Teil des Landes Israel gibt. Es wirbt für Wirtschaftsboykotte gegen Israel und ruft seine Mitgliedskirchen dazu auf, ‚christlichen Zionismus als eine Form von christlichem Fundamentalismus zu ächten, der vor allem eine Bedrohung für die eingeborenen palästinensisch-christlichen Gemeinden darstellt’.“ Die gegen Israel gerichteten Aktivitäten des ÖRK gingen „weit über die Unterstützung von BDS hinaus“, so Olga Deutsch.

Der vergessliche Pastor Tveit

Ein Beispiel dafür, wie EAPPI den Terrorismus völlig ausblendet, ist nicht zuletzt die Rede, die Pastor Tveit gerade in Bethlehem gehalten hat: Darin erinnerte er sich, wie er „vor 14 Jahren zum ersten Mal nach Bethlehem kam, zur selben Zeit des Jahres wie jetzt“, „Bethlehem war unter Belagerung, die Ausgangssperre hatte die Strassen von allem geleert ausser von den Soldaten und Panzern“. Tveit scheint noch jedes Detail lebhaft vor Augen zu haben – bis auf eines: Kein Wort verlor er darüber, wie damals bewaffnete Kämpfer der Fatah in Bethlehem die Geburtskirche stürmten, sich dort verschanzten und Mönche als Geisel nahmen. Ein traumatisches Erlebnis für Bethlehems Christen, an das Pfarrer Tveit sich einfach nicht erinnern will.

Als „Tourist“ zum Kampf gegen Israel

Es bleibt noch die Frage, wie die israelischen Behörden es denn begründet haben, dass sie der EAPPI-Aktivistin die Einreise verweigert haben. War es, weil sie mit der erklärten Absicht kam, dem israelischen Staat zu schaden, ja, sie ihn sogar abschaffen will? Das wäre ein nur allzu gut verständliches Motiv und würde in den meisten Staaten der Welt ausreichen, jemanden nicht ins Land zu lassen. Nicht so in Israel: Die Dichte an NGOs ist dort die weltweit höchste; mehr als tausend NGOs findet man alleine im Westjordanland – und fast alle ihre ausländischen Mitarbeiter reisen über den Ben-Gurion-Flughafen Tel Aviv ein. Nein, politische Gründe waren nicht ausschlaggebend. Das behauptet nicht einmal der ÖRK selbst. In der gesamten Delegation war Phiri „die einzige Person, der die Einreise verwehrt wurde“, heisst es in der Presseerklärung. Als Grund für die Verweigerung des Visums, so der ÖRK, hätten die israelischen Behörden die „Prävention illegaler Immigration“ genannt.

Das kann nicht überraschen: In dem oben genannten Beitrag hatte Audiatur-Online auch darüber berichtet, dass nach Meinung israelischer Beobachter sämtliche EAPPI-Aktivisten ihre Visa unter falschem Vorwand erlangen: Sie beantragen Touristen-Visa, obwohl für Besucher mit politischem Anliegen nach israelischem Gesetz ein andere Art von Visum benötigen.

Nun klagt der ÖRK, einem einzigen Mitglied der Delegation die Einreise zu untersagen, sei „diskriminierend“. Dazu ist erstens zu fragen: Wäre es dem ÖRK denn lieber gewesen, wenn der gesamten Delegation, die auf der Reise zu der Hassveranstaltung in Bethlehem war, die Einreise verweigert worden wäre? Dann hätte der ÖRK geklagt, dass die Entscheidung politische Motive habe. Nun gibt er zu, dass dem nicht so ist, und es ist auch nicht recht, jetzt ist es „Diskriminierung“.

Alle Staaten der Welt diskriminieren

Staaten haben und nehmen sich das Recht, bei der Einreise zu diskriminieren: die einen einreisen zu lassen, die anderen hingegen nicht. Das ist der ganze Sinn eines Visums. Wenn jeder völlig diskriminierungsfrei in jedes Land einreisen dürfte, würde es das Visum gar nicht geben. Und noch etwas: Europäische Staaten handeln nicht anders. Ein Afrika-Korrespondent der „Frankfurter Rundschau“ berichtete kürzlich über die vielen rechtlichen und wirtschaftlichen Hürden, die Afrikaner überwinden müssen, wenn sie legal zu einer Urlaubs-, Geschäfts- oder sonstigen Reise in die EU reisen wollen. 50 Millionen US-Dollar hätten EU-Länder im vergangenen Jahr an Gebühren eingenommen, für Visa, die Afrikaner beantragt hatten, die aber nicht ausgestellt wurden. Sollte der ÖRK, statt sich zu beschweren, nicht lieber froh sein, dass Israel bei seinen Leuten offenbar fast immer ein Auge zudrückt und sie gesetzeswidrig mit Touristenvisa einreisen lässt? Doch solche Argumente dürften beim ÖRK auf taube Ohren stossen, weil es ihm nämlich in Wirklichkeit um etwas Prinzipielles geht: Darüber zu entscheiden, wer in ein Land einreisen darf und wer nicht, ist Kennzeichen eines souveränen Staates. Dass aber Israel ein souveräner Staat ist, das will man beim ÖRK ja gar nicht wahrhaben. Man träumt dort von einer Zeit, in der es keine israelischen Grenzbeamten mehr gibt, weil es kein Israel mehr gibt, sondern nur noch einen Staat „Palästina“ mit der Hauptstadt Al-Quds. Das ist der vielbeschworene „gerechte Frieden“, auf den der ÖRK und das EAPPI hinarbeiten.

Über Stefan Frank

Stefan Frank ist freischaffender Publizist und lebt an der deutschen Nordseeküste. Er schreibt regelmässig über Antisemitismus und andere gesellschaftspolitische Themen, u.a. für die „Achse des Guten“, „Factum“, das Gatestone Institute, die „Jüdische Rundschau“ und „Lizas Welt“. Zwischen 2007 und 2012 veröffentlichte er drei Bücher über die Finanz- und Schuldenkrise, zuletzt "Kreditinferno. Ewige Schuldenkrise und monetäres Chaos."

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  • nussknacker56

    Beim Stichwort „gerechter Frieden“ müssen die Glocken klingeln. Ein Vokabular, wie es vornehmlich bei antiisraelischen, rassistischen und antisemitischen Gruppen wie ÖRK, Pax Christi, BDS oder bei der Sekte „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ zu finden ist.

    Apropos Rassismus: Wie wäre es, wenn Frau Phiri den Kampf gegen einen der übelsten Rassisten in Afrika, Robert Mugabe, organisieren würde? Und sich danach um die korrupten neuen Eliten in Südafrika kümmert, z.B. jemanden wie den südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma, der trotz krimineller Verstrickungen das Talent hat, jedes Misstrauensvotum im dortigen Parlament unbeschadet zu überstehen. Nein, die Dame piddelt lieber schamlos mit dem Finger im „Auge ihres Nächsten“, in der Hoffnung, dort Verwendbares für ihre rassistischen Ressentiments zu finden statt sich in ihrem erweiterten Umfeld die Hände schmutzig zu machen.

    Es muss Schluss sein mit der Praxis, Rassisten und Antisemiten aus Europa und anderen Teilen der Welt in Israel ungehindert Zutritt zu gewähren. Der organisierten Intoleranz muss mit Konsequenz entgegengetreten werden. Bei Beschwerden seitens der EU sollten die zuständigen Verantwortlichen sich die homöopathische Anteilnahme von europäischen Politikern bei Terroranschlägen in Israel vor Augen führen. Das sollte eine augenblickliche Immunität gegen diese „Kritik von Freunden“ zur Folge haben.