Offiziersanwärter der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) haben ein elektronisches Armband erfunden, das eines der schwerwiegendsten Probleme bei der Behandlung verwundeter Soldaten lösen könnte: Die mangelnde Kommunikation zwischen den behandelnden Ärzten.

Bei Verwundungen im Feld oder bei Operationen werden Soldaten in der Regel zunächst vor Ort notfallmedizinisch versorgt und anschliessend, oft per Hubschrauber, in ein Feldlazarett und erst von dort wiederum in ein festes Krankenhaus transportiert.

Hierbei bleibt, angesichts der wenigen Zeit und der Umstände der ersten medizinischen Versorgung, häufig eines auf der Strecke: die Information, wie genau der Patient behandelt wurde.

Anwärter eines Offizierskurses der IDF haben nun ein elektronisches Armband entwickelt, das mit einem Smartphone kommunizieren kann und in das die Sanitäter vor Ort die ersten Befunde oder auch Angaben zur erfolgten Behandlung eingeben können. Der Verwundete bekommt das Armband angelegt, und der nächste behandelnde Arzt kann die Daten wiederum mittels Smartphone auslesen und ist so darüber informiert, welche Behandlungs- bzw. Versorgungsschritte bereits unternommen wurden.

Anders als in der Zivil-Medizin, wo die Kette der Behandlung in der Regel lediglich von der Notaufnahme in das stationäre Krankenhaus führt, werden Soldaten unter schwierigen Bedingungen von einer Reihe von Menschen behandelt“, so Nimrod Nocsenianu, Kommandant bei IDF und Leiter des Offizierslehrgangs, in dem das Armband entwickelt wurde. „25% der Todesfälle von Soldaten weltweit könnten durch genauere Behandlung verhindert werden.“

Quellen: Israelische Botschaft in Deutschland, Times of Israel, IDF Blog

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