Yair Lapid in Genf: "Der UN-Menschenrechtsrat ist besessen von Israel". Foto © GRA

„Dies ist kein Menschenrechtsrat – er ist zu einem Rat der Rechte von Terroristen geworden“, so Yair Lapid, Vorsitzender der israelischen Partei Jesch Atid, als er sich am Montag in Genf an Demonstranten vor dem Sitz des UN-Menschenrechtsrates (UNHRC) wandte, die gegen die ungerechte Behandlung Israels in diesem UN-Gremium protestierten.

Die Demonstration wurde von mehreren pro-israelischen Gruppen organisiert – darunter die Israel Allies Foundation, StandWithUs, Swiss-Israel Friendship Association, Europaverband Jüdischer Studenten, Weltverband Jüdischer Studenten und World Zionist Organization –, um die Voreingenommenheit des UNHRC gegenüber Israel anzuprangern.

Der UNHRC begann die Diskussion über fünf anti-israelische Resolutionen, die am Ende seiner 31. Sitzung am 24. März verabschiedet werden sollen. Das Gremium führte seine Debatte unter Tagesordnungspunkt 7, der in jeder Sitzung eine Debatte über Israels Verletzung der Menschenrechte über die Grenzen von vor 1967 anordnet. Israel ist das einzige Land, für das ein solches Mandat besteht.

„Wir stehen hier, Juden und Nicht-Juden. Aus Israel und aus ganz Europa, um gegen die Tatsache zu protestieren, dass hier, in dem Gebäude hinter mir, im UN-Menschenrechtsrat, nicht das getan wird, was eigentlich getan werden soll – stattdessen unterstützen sie Mord, sie unterstützen Terror, und sie unterstützen Ungerechtigkeit“, sagte Lapid.

„Und wir sind nicht länger gewillt, zu schweigen“, fügte er hinzu.

„Was sie hier heute im UN-Menschenrechtsrat tun, ist blanker Antisemitismus im alten Stil.“

Er rief die Vereinigten Staaten dazu auf, die Finanzierung der Vereinten Nationen solange einzustellen, bis deren Menschenrechtsrat Israel fair behandelt und seine antisemitischen Erklärungen beendet.

„Ich bin der Sohn eines Holocaust-Überlebenden, lasst mich euch etwas über Antisemitismus erzählen“, sagte Lapid.

„In der heutigen Zeit geben Antisemiten niemals zu, dass sie antisemitisch sind. Sie nennen es immer anders. Sie sagen, dass es etwas anderes ist. Daher haben wir in den vergangenen zweitausend Jahren gelernt, dass es egal ist, was sie sagen. Es zählt nur das, was sie tun“, erklärte er.

Yair Lapid in Genf: "Wir sind nicht länger gewillt, zu schweigen". Foto © GRA
Yair Lapid in Genf: „Wir sind nicht länger gewillt, zu schweigen“. Foto © GRA

Seit seiner Gründung im Jahr 2006 hat der UNHRC 55 Resolutionen gegen Länder verabschiedet, die die Menschenrechte verletzen, und 62 gegen israelische Verstösse. Das sind sieben Resolutionen mehr gegen Israel als gegen den Rest der Welt zusammen, sagte Lapid.

Er führte einige Verstösse gegen die Menschenrechte auf der ganzen Welt auf: „400’000 ermordete Menschen in Syrien, zehntausende im Irak, in Libyen und Afghanistan“, so Lapid.

„In Ruanda, Sudan und überall im Nahen Osten werden Frauen vergewaltigt“, sagte Lapid. Doch „der Rat verurteilt Israel“, fügte er hinzu.

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