Dafna Meir mit ihrem Ehemann Natan. Foto zVg
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Ein palästinensischer Terrorist erstach am Sonntagabend Dafna Meir, 38, vor den Augen ihrer jugendlichen Tochter in ihrem Haus in Otniel.

Anschliessend floh der Angreifer vom Tatort in den South Hebron Hills und ist noch immer auf der Flucht. „Kräfte der Armee verfolgen den Terroristen“, teilte das Büro des Armeesprechers mit.

Es war das erste Mal, dass palästinensische Terroristen einen tödlichen Anschlag innerhalb einer Siedlung verübten, seit im März 2011 fünf Mitglieder der Familie Fogel in ihrem Haus in Itamar erstochen worden waren.

„Ich wünsche den Kindern der Familie viel Kraft. Wir alle leiden mit ihnen und teilen ihren furchtbaren Schmerz. Wir werden den Terroristen finden und er wird für diesen heimtückischen Mord bezahlen“, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

Der Sprecher der South Hebron Hills Regionalbehörde, Assaf Fassy, sagte, der Terrorist sei mühelos in das Haus eingedrungen. Dort wurde er sofort von Dafna Meir und drei ihrer Kinder entdeckt. Zwei der Kinder liefen davon, doch die älteste Tochter, 17, blieb bei ihrer Mutter, so Fassy.

Der Terrorist stach auf Meir ein, verletzte sie tödlich und floh, als er das Messer nicht wieder aus ihrem Körper herausziehen konnte, so Fassy. Daraufhin rief die Tochter den Notfalldienst Magen David Adom, fügte er hinzu.

Noam Bar, leitender Sanitäter bei Magen David Adom und ein Kollege Meirs, schilderte die grosse Verzweiflung der Sanitäter, die vergeblich versuchten, Meir wiederzubeleben und ihre Kinder vom Tatort wegbringen mussten, als diese helfen wollten.

Am Montagmorgen waren Sicherheitskräfte immer noch intensiv auf der Suche nach dem für die Tat verantwortlichen Terroristen, bei dem es sich offenbar um einen Palästinenser handelt, der in der Siedlung als Bauarbeiter tätig war.

Laut Channel 2 haben Sicherheitskräfte mittlerweile fünf Palästinenser verhaftet und überprüfen Verbindungen zu dem brutalen Angriff.

Dafna Meir arbeitete als Krankenschwester in der Neurochirurgie des Soroka Medical Center in Be’er Scheva, wo sie sich an „sehr schwierige Anblicke“ erinnerte, wie die Nachrichtenseite Walla berichtete.

Seit ihrer Hochzeit wohnte sie mit ihrem Ehemann Natan in Otniel. Zusätzlich zu ihren vier eigenen Kindern pflegte das Paar noch zwei weitere kleine Jungen im Alter von 4 und 6 Jahren. „Sie war eine glückliche Frau, fröhlich, optimistisch, ehrgeizig, verantwortungsbewusst, liebevoll“, beschrieb sie ein Nachbar. Jeder im Ort wusste, dass er sie bei gesundheitlichen Problemen rund um die Uhr rufen kann.

Die Familie von Dafna Meir während der Beisetzung. Foto Yonatan Sindel/Flash90
Die Familie von Dafna Meir während der Beisetzung. Foto Yonatan Sindel/Flash90

Dafna Meir ist am Montagmorgen unter grosser Anteilnahme der Bevölkerung in Jerusalem beigesetzt worden.

Sie hinterlässt ihren Ehemann Natan und die sechs Kinder Renana, 17, Akiva, 15, Noa, 11, Ahava, 10, Yair, 6 und Yaniv, 4.

Quellen: Israelische Polizei, Times of Israel, Ynet