Friends of Sabeel-North America an einer BDS Aktion. Foto FOSNA

Im Vorfeld eines Sommers, in dem mehrere Kirchen den Boykott von Israel fordern werden, hat NGO Monitor, ein Forschungsinstitut in Jerusalem, einen ausführlichen Bericht zum Thema herausgegeben: „Sabeels Theologie der Verachtung: Einführung von antiisraelischem und antisemitischem Aktivismus in Kirchen.“

Der Bericht konzentriert sich auf die palästinensisch-christliche Gruppe bekannt als „Sabeel, ökumenisches Zentrum für Befreiungstheologie.“ Die in Jerusalem ansässige Organisation spielt eine zentrale theologische Rolle für pro-palästinensische Aktivisten in Kirchen weltweit. Sabeel ist ein wichtiger Akteur in der Bemühung, christliche Konfessionen zu überzeugen, BDS (Boykott, Divestment und Sanktionen) gegen Israel zu unterstützen.

„Sabeel ist eine primäre Quelle von theologischem und ideologischem Support, der meisten antiisraelischen politischen Aktionen in Kirchen weltweit, darunter auch sogenannte Kirchen-Divestment-Kampagnen“, sagte Yitzhak Santis, Chief Program Officer von NGO Monitor und Autor des Berichts. „Beunruhigenderweise wird Sabeels Anti-Israel-Botschaft oft mit theologischem Antisemitismus verflochten. Im gegenwärtigen Klima des zunehmenden Antisemitismus in Europa und anderswo, kann Sabeels Botschaft potenziell gefährlich für die Sicherheit und das Wohlergehen der Juden überall sein.“

Zu den wichtigsten Ergebnissen des Berichts gehört Sabeels Rolle als wesentlicher Faktor für das finanziell gut aufgestellte internationale Netzwerk von NGOs, die Israel delegitimieren. Ein Beispiel, wie Sabeel arbeitet ist die amerikanische United Church of Christ (UCC), die sich diese Woche in Cleveland treffen wird, um über den Kapitalabzug aus Israel zu beraten. Ein weiterer Beschluss der UCC würde die Kirche beauftragen, „die Aktionen Israels gegen die Palästinenser als Apartheid anzuerkennen.“

Sabeel unterstützt auch ein „Ein Staaten“-System (d.h. die Beseitigung Israels als jüdischer und demokratischer Staat) durch die Förderung, einer sogenannten „idealen und besten Lösung“.

„Sabeel erhält einen erheblichen Teil seiner Fördermittel von europäischen Regierungen über christliche Hilfsgesellschaften in den Niederlanden, Schweden und Norwegen“, erklärt Santis. „In dieser Hinsicht“, so Santis, „unterstützen die europäischen Steuerzahler theologischen Antisemitismus im 21. Jahrhundert.“

Sabeel ist im israelischen Register für gemeinnützige Organisationen registriert. Als solche ist sie gesetzlich verpflichet, ausländische Regierungsfinanzierung an Israels Register zu melden. Allerdings erscheint Sabeel nicht in der Datenbank der Registrierungsstelle für Förderungen aus dem Ausland, was darauf hinweist, dass die gesetzlich erforderlichen Einreichungen nicht vorliegen. Ein solcher Fehler weist auf eine fehlende finanzielle Transparenz und Rechenschaftspflicht hin.

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