Die palästinensische Nachrichtenagentur Ma’an News liefert einmal mehr ein Musterbeispiel dafür, wie palästinensische Kinder für anti-israelische Propaganda missbraucht werden.

Wie der Elder of Ziyon-Blog beschreibt, veröffentlichte Ma’an einen Beitrag, laut dem „israelische Kräfte einen Fünfjährigen mit ‚Skunk-Wasser‘“ jagten.

Wie es im Artikel von Ma’an weiter heisst, habe ein Amateurfotograf festgehalten, wie israelische Sicherheitskräfte während einer wöchentlichen Demonstration in Kafr Qaddum im „besetzten Westjordanland“ Skunk-Wasser (stinkende Wassermischung, die von Israel verwendet wird, um gewalttätige Demonstranten zu vertreiben) auf ein palästinensisches Kind gesprüht hätten. Der fünfjährige Muhammad Riyad sei mit einem Palästinenserschal bekleidet vor den israelischen Sicherheitskräften gestanden, bevor diese begonnen hätten, ihn mit dem Skunk-Wasser zu jagen und er schliesslich zu Boden gefallen sei. Ma’an schreibt zudem, das Wassergemisch lasse Menschen und Gebäude, die damit in Berührung kommen, für mehrere Wochen lang stinken (gemäss einem BBC-Reporter hält der Gestank „mindestens drei Tage“ an).

Was nun klingt, wie ein hinterhältiger israelischer Angriff auf einen unschuldigen Palästinenserjungen, hat sich de facto etwas anders zugetragen. Von Elder of Ziyon veröffentlichte Aufnahmen zeigen nämlich wie der fünfjährige Muhammad und andere Kinder Steine gegen die israelischen Truppen werfen, ohne dass diese darauf reagieren würden. Tatsächlich wurde auch nicht der fünfjährige Junge ins Visier genommen, sondern viel mehr eine Gruppe von Jugendlichen, deren Steinwürfe offensichtlich mehr Schaden anrichten können als jene von kleinen Kindern.

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Wie Elder of Ziyon richtig feststellt, gälte es sich vor allem zu fragen, wo denn die Eltern solcher Kinder seien, die offenbar keine Mühe damit haben, dass sich ihr fünfjähriger Sohn beim Steinwerfen mutwillig in Gefahr begibt. In der Tat sind die Bilder von palästinensischen Kindern bei der Konfrontation mit israelischen Sicherheitskräften ein integraler Bestandteil palästinensischer Propaganda. Sie dienen dazu, das vermeintliche Kräfteverhältnis – hier der palästinensische „David“ (die Steinschleudern sind alles andere als zufällig gewählt), auf der anderen Seite der bis an die Zähne bewaffnete israelische „Goliath – symbolisieren.

Videos aus palästinensischen Dörfern wie Nabi Saleh zeigen, wie Kinder gezielt dazu angehalten werden, israelische Truppen zu provozieren; wohl in der Hoffnung, dass diese überreagieren. Dabei nähern sich die Kinder den israelischen Soldaten bis auf eine Distanz, die von keinen Sicherheitskräften in Europa toleriert würde. Ein anderes Video zeigt, wie palästinensische Kinder israelische Soldaten beschimpfen, schlagen und wegzudrängen versuchen. Als ein kleiner Junge sich dabei zurückziehen will, wird er von zwei etwas älteren Mädchen zurückgehalten und wieder in Richtung der Soldaten gestossen. Zahlreiche Aktivisten mit Kameras stehen dabei jeweils bereit, um auch nur die kleinste Verfehlung minutiös zu dokumentieren.

Der Propagandaeffekt solcher Inszenierungen wird von den pro-palästinensischen Aktivisten gekonnt ausgenutzt. Im Falle des kleinen Muhammad heisst es etwa bereits drei Tage nach dem Vorfall auf der Wikipedia-Seite zu Skunk-Wasser, dass das Mittel „gemäss Berichten bereits gegen Kinder, die nicht älter als fünf Jahre sind, gesprayt“ worden sei.

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